Im Norden Sumatras liegt die kleine Insel Weh. Sie ist bei Tauchern wegen ihres kristallklaren Wassers sehr beliebt. Auch ohne zu tauchen sieht man viele Schildkröten, bunte Fische und einige Delfine.
Die Barbaco erreichte die Inselhauptstadt in der Nacht. Wegen der wirklich ausgezeichneten Betonnung war die Navigation bei Dunkelheit kein Problem.
Wir ankerten mit der gesetzten Quarantäneflagge, unweit des Hafenmeisterbüros.
Vier Behörden wollten am nächsten Tag von mir mit dem Dinghy an Bord der Barbaco gebracht werden.
Die Gesundheitsbehörde maß unsere Körpertemperatur und kontrollierte den Medikamentenvorrat der Barbaco.
Die Ausländerbehörde stempelte die Pässe, der Zoll entdeckte unsere Bier – Vorräte, sagte aber nichts und der Hafenkapitän wollte auch mal schauen.
Alle waren sehr freundlich, wir haben viel gelacht und es gab überhaupt keine Probleme.
Schon am gleichen Tag begann das dreitägige Hafenfest mit Ansprachen und Darbietungen lokaler Künstler.
Die anwesenden ausländischen Segler waren Ehrengäste, wurden vom Bürgermeister persönlich begrüßt und bekamen auch noch einen Imbiss geschenkt.







Für die Really – Teilnehmer gab es noch eine interessente Inselrundfahrt …






… inkl. einer Besichtigung einer Gewürznelkenfarm. Die kleinen Nelkenknospen werden grün gepflückt und sofort drei Tage lang in der Sonne getrocknet.
Für ein Kilogramm erhält der Bauer 7,-€.



Bei einem Besuch der Regionalhauptstadt Banda Aceh beeindruckt das Tsunamimuseum.
Insbesondere im Eingangsbereich kann man den Schrecken einer so gewaltigen Naturkatastrophe nachfühlen, die hier sehr viele Todesopfer gefordert hatte.
Auch ein großes Generatorschiff, das meherere km ins Landesinnere versetzt worden war, lässt die massiven Kräfte der riesigen Welle von 2004 erahnen.


Die Rally an der Westküste Sumatras startete schon bald, aber leider ohne die Barbaco!
Der Wassermacher hat nach 10 Jahren unerwartet seinen Betrieb eingestellt – ein Teil vom Edelstahlkolben war abgebrochen.
Und ohne hinreichend viel frisches Wasser wird eine Seereise sehr unbequem.

Deshalb haben wir unsere Pläne kurzfristig geändert.
Der Wassermacher wird von einer Werkstatt in der Distrikthauptstadt Banda Aceh repariert und Barbaco’s Crew bereist derweil die fünftgrößte Insel der Welt: Sumatra.


