Lieber Besuch und eine Motorradtour

Die Barbaco hatte wieder lieben Besuch aus Deutschland: Fabian und sein Freund Gerrit besuchten uns für ein paar Tage. 

Es traf sich gut, dass die beiden mit dem Flugzeug nach Phuket anreisten. 

In der Chalong Bucht kamen sie an Bord, wir konnten dort vorher Diesel bunkern und vor allem ein paar neue Seile kaufen. 

In Krabi, wo die Barbaco seit fast einem Jahr in der Port Takola Marina liegt, gibt es nämlich leider keinen einzigen Shipchandler. 

Von Phuket aus fuhren wir zu viert mit der Barbaco ersteinmal auf die ebenso bekannte wie quirlige Insel Phi Phi Island. Nach nur einer Nacht verlegten wir sie dann aber schon wieder hinter die sehr relaxte Insel Koh Phu / Koh Yum. 

Dort kann man bestens geschützt ankern und entspannte Inseltage verbringen. 

Mit ein paar Scootern fuhren wir ans andere Ende der Insel, um in einer idyllischen Strandbar ein paar Drinks zu probieren. 

Polizeikontrollen bezüglich Helmpflicht, Promillegrenze oder gut funktionierender Bremsen muss man nicht fürchten. 

Gemeinsam brachten wir am nächsten Tag die Barbaco zurück in die Marina. 

Fabian und Gerrit flogen weiter in die  thailändische Millionenmetropole Bangkok und Ta und ich starteten unsere Isan Motorradtour. 

Unseren ursprünglichen Plan, nach Indien und / oder nach China zu reisen, mussten wir leider verschieben. Tas Mutter ist erkrankt und Ta wollte gerne flexibel bleiben. 

Thailands nordöstliche Region, der Isan, ist bäuerlich geprägt, bietet eine überwältigende Natur, eine abwechslungsreiche regionale Küche, viel Platz und nur sehr wenige ausländische Touristen. 

In jeder Stadt gibt es mindestens einen Nachtmarkt. Man bestellt sein Gericht an einem der vielen Garküchen und setzt sich an einen der freien Tische. Sobald es fertig zubreitet ist, wird es an den Tisch gebracht und man bezahlt. 

Es kostet selten mehr als zwei oder drei Euro.

Die Grenze zum Nachbarland Laos bildet der Mekong. Der fließt braun und träge seinem Mündungsdelta in Vietnam entgegen und man kann ihn an mehreren Stellen von einer Skybridge aus betrachten.

Ein Highlight der Reise war das Wat Phu Tok. 

An einen hohen runden Felsen inmitten einer weiten fruchtbaren Ebene haben die Mönche sieben Rundwege gebaut. Die sehen zum großen Teil etwas abenteuerlich aus, bieten aber dem Besucher atemberaubende Ausblicke, absolute Stille und das Gefühl, dem Himmel ein Stückchen näher zu sein. 

Nur eine Stunde weiter gibt es ein besonderes Stück Natur zu bewundern: 

Die Felsen „Die drei Wahle“. 

Riesige längliche schwarze Felsen erheben sich aus dem flachen Umland. 

Man wird auf der Ladefläche eines Pickups dorthin gefahren und kann sich ohne Absicherung auf den beiden größeren Felsen frei bewegen. 

Einen Tag später besuchten wir inmitten unendlich scheinender Reisfelder eine historische Tempelanlage. Erstaunlich, was man früher schon, ohne moderne Baumaschinen, erschaffen konnte!

Ein paar Tage später trafen wir am Mekong zwei ehemalige Kollegen von Ta. Sie hatten mehrere Jahre zusammen gearbeitet, entsprechend groß war die Wiedersehensfreude und natürlich gab es viel zu erzählen.

Ganz in der Nähe gibt es eine große christliche Gemeinde. Um das Jahr 1930 herum migrierten Christen aus Kambodscha und wurden in Thailand aufgenommen. In dem großen alten Gebäude befindet sich heute ein Café. Aber in der ersten Etage werden immer noch Andachten abgehalten. 

Heute befinden wir uns leider schon wieder auf dem Weg zurück zur Barbaco.

Ihr Mietvertrag in der Port Takola Marina läuft in gut zwei Wochen aus, ich muss mein thailändisches Rentnervisum verlängern lassen und Ta muss ihr nächstes Visum für den Schengenraum beantragen.

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