Es gibt viel zu tun

Für die Barbaco stehen mal wieder einige Wartungsarbeiten an:

  • Rost entfernen, verzinken, neu lackieren
  • Das Steckschott für den Niedergang durch eines aus heimischen Hartholz ersetzen
  • Wartung des Außenbordmotors
  • Die elektrische Ankerwinde ist immer noch defekt

Dabei liegt sie an einer Boje in unmittelbarer Nähe des Restaurants „River Breeze“.

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Am gegenüberliegenden Ufer des Suriname, in dem schon mal Baumstämme und Stachelschweine treiben können, reicht der dichte Urwald bis an den Fluss. Dort hält sich zur Zeit eine Horde Brüllaffen auf. Die Tiere verständigen sich sehr laut über mehrere Kilometer hinweg mit ihren lauten Stimmen – vorzugsweise um fünf Uhr morgens!

In unmittelbarer Nähe liegt das Dorfzentrum von Domburg. Hier trifft man sich, insbesondere am Wochenende, und genießt seinen Imbiss aus frischen Blättern. Wer möchte kann hier auch original holländische Kibbeling bekommen.

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Suriname ist das grünste Land der Welt – hier sind sogar die Überlandleitungen bewachsen!

Die Natur versucht hier von allem Besitz zu ergreifen – sogar auf der Barbaco! Vorgestern, als ich vom Mittagessen zurück an Bord kam, lag eine Schlange auf dem Tisch! Sie war sehr schlank und einen knappen Meter lang.

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Leider wollte sie die Barbaco nicht mehr verlassen und schlängelte statt dessen blitzschnell umher. Da ich nicht wusste, ob es eine Giftschlange war und ich sie auch mit einem Paddel nicht vertreiben konnte, musste ich sie leider erschlagen.

In Suriname geht man nicht mit seinem Hund „Gassi“. Statt dessen gibt es viele Leute, alte und junge, die ihren Finken ausführen – zu Fuß wie dieser Herr. Aber die Lieblinge dürfen auch auf Bootstouren oder dem Moped mitfahren und bei Männerrunden dabei sein.

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4 Antworten zu Es gibt viel zu tun

  1. Barbara the desk-sailor schreibt:

    Hi Käptn,

    bei dem ungebetenen grünen Gast auf der Barbaco, der seine Neugier leider mit dem Leben bezahlen mußte, handelt es sich um eine ungiftige Florida Rough Green Snake.
    Diese schönen Tiere mit den übergroßen Augen werden gerne in Terrarien gehalten und ernähren sich hauptsächlich von kleinen Insekten und Schnecken.
    Die grüne Mamba, an die man unweigerlich auch denken muss, wohnt weit weg im fernen.Südafrika.
    Zur künftigen Gefahreneinschätzung hilft als Vorbereitung vielleicht folgender Link:
    http://www.tierchenwelt.de/funfacts/tierische-rekorde/969-gefaehrlichsten-giftschlangen-mittel-suedamerika.html
    Für weitere Reisen dann:
    http://www.tierchenwelt.de/funfacts/tierische-rekorde.html
    und für Landgänge in Nordamerika:
    http://www.wilderness-survival.net/Appe.php.

    Ansonsten frohes Schaffen auf der Jacht.
    Im Vergleich zu dem, was in anderen Segelblogs über Instandhaltungsarbeiten zu lesen ist, seid Ihr aber noch gut bedient.
    Da werden die Schiffe über lange Wochen hinweg halb zerlegt. Quasi OP am offenen Herzen.
    Und: Die Seemannsbraut ist bislang noch nicht aufgetaucht, aber das kann ja noch werden …

    So long
    B&B

  2. norbert200 schreibt:

    B&B das mit der Schlange ist definitiv falsch. Bei dieser Schlange handelt es sich um eine grüne Boomslang. Die ist in dieser Region heimisch und hoch giftig. Dieses putzige Tier kann bis zu drei Metern springen. Wird gerne mit der grünen Mamba verwechselt und hat jedes Jahr einige Menschen auf dem Gewissen. Ich habe einmal gefilmt wie dieses unscheinbare Reptil innerhalb von Sekunden einen Affen erlegt hat, das war mir eine Lehre.Die Florida Rough Green Snake schwimmt nicht, soviel ich weis.
    Beste Grüße
    Norbert

    • Barbara the desk-sailor schreibt:

      Hallo Norbert200,
      nachdem wir bisher häufig hintereinander kommentiert haben, treffen wir uns jetzt mal fast persönlich.
      Ich habe auf Deinen Post hin natürlich sofort die Experten von Wikipedia zu Rate gezogen und habe dort folgendes zu der grünen Boomslang gefunden:

      Zitat Anfang:
      „Die Boomslang (Dispholidus typus), gelegentlich auch als Afrikanische Baumschlange bezeichnet, ist eine Schlangenart aus der Familie der Nattern (Colubridae). Die Gattung Dispholidus ist monotypisch, die Boomslang ist die einzige Art der Gattung. Sie hat Giftzähne und zählt damit zu den sogenannten Trugnattern. Das Verbreitungsgebiet der Art umfasst weite Teile des tropischen Afrikas südlich der Sahara bis in den Süden Südafrikas. Die Boomslang wird trotz ihrer extremen Giftigkeit aufgrund ihres überwiegenden Aufenthaltes in höherer Vegetation (arboricol) und ihrer Scheu als medizinisch kaum relevant beschrieben. Bissunfälle sind sehr selten und betreffen meist Schlangenhändler und Reptilienpfleger.“
      Zitat Ende

      Nachdem das grüne „Monster“ aber wahrscheinlich nicht den Atlantik von Afrika nach Südamerika durchschwommen hat, um dem nichts Böses ahnenden Käpt’n der Barbaco mal einen gehörigen Schrecken einzujagen, halte ich weiterhin an den Ergebnissen meiner Nachforschungen fest.

      Mit besten Grüßen von Barbaco-Fan zu Barbaco-Fan
      B&B

      • norbert200 schreibt:

        Liebe Barbara, auch ich hatte einen Fachmann zu Rate gezogen, als ich die Schlange gesehen habe. Vielleicht weist du, dass ich Naturfilme weltweit mache und ziemlich gut in Sachen Tieren verdrahtet bin.Ich bin seit Jahren mit Klaus befreundet und unsere Schiffe haben nebeneinander gelegen. Mein Fachmann ist Biologe und Schlangenfachmann und hat mir diese Information gegeben. Ich habe ihn noch einmal gefragt und ihm auch deinen Kommentar vorgelegt. Sein Kommentar dazu war: “ Wenn sie gebissen wird, wird sie merken wer Recht hat“. In diesem Sinne nichts für ungut, aber ich bleibe bei meiner Meinung, zumal ich selber schon einmal das Vergnügen mit einem derartigen Reptil, allerdings in Kolumbien, hatte.

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