„Quinta do Lorde“ zum Zweiten

Als ich den Hafen in Funchal am Montag Morgen wegen der Regatta aus Kanada für eine Woche verlassen musste, es wurden 45 Segelschiffe erwartet, hatte der Südwestwind stark zugelegt. Ein Ziel im Westen der Insel wäre nur mühselig durch Kreuzen erreichbar gewesen. Also segelte ich zurück zur mir schon bekannten Marina „Quinta do Lorde“.

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Der Wind nahm mit heftigen Böen weiter zu. So schien der Marinaleitung mein mir zugewiesener Liegeplatz später als zu unsicher. Um die Barbaco noch mal umzulegen war es jedoch schon zu spät! Ohne Kratzer wäre es nicht abgegangen. So blieben wir wo wir waren. In Lee eines großen Katamarans waren Wind und Wellen abgeschwächt und so
ist es gut gegangen – den Höhepunkt des Sturmes, falls es ihn gab, habe ich allerdings verschlafen.

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Heute, nachdem der Wind mal kurz verschnauft hatte, haben ein Marinamitarbeiter und ich die Barbaco dann verlegt.

Die Zeit verbringe ich mit Wanderungen und kleinen Pflege- und Reparaturarbeiten an der Barbaco. Dank der guten Beziehungen meines Onkels Winfried zu einem großen deutschen Autohersteller konnte ich ein schon länger bestehendes Problem mit der hydraulischen Ruderanlage, sie hatte sehr großes Spiel, lösen! 🙂
Leider gibt es auch etwas Negatives: Das UKW Seefunkgerät ist defekt und schon mit der Post auf dem Weg zu „Lenz Rega-Port“ in Düsseldorf. Hoffentlich kommt es bald repariert zurück!

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2 Antworten zu „Quinta do Lorde“ zum Zweiten

  1. norbert200 schreibt:

    Glück gehabt. soll ich bei Lenz nachfragen?

  2. Ruth Ulrich schreibt:

    Lieber Einhandsegler,
    der Ausfall der UKW-Anlage ist in der Tat dramatisch. Ein kleiner Trost ist vielleicht die Tatsache, dass es Kolumbus damals ohne Funk, GPS, Seekarten; Maschine, ARC, TO etc. geschafft hat. Ich habe den Atlantik ja nur im Jet überquert, aber jedes Mal muss ich an dessen unglaubliche Leistung denken
    Dies soll aber keinesweg Deinen großartigen Einhandtörn nach Madeira schmälern, 144 Seemeilen in 24 Stunden! Übrigens versucht derzeit der Franzose Thébault vor Monaco mit seiner Rennziege den Weltrekord für Segelfahrzeuge auf 80 Knoten zu schrauben (www.hydrocoptère.com).
    Am Dienstag wird Deine Vorschoterin hier von unserem Stuttgarter Flughäfele, der bald den Namen von Manfred Rommel tragen wird, an Bord zurückkehren. Daher zum Empfang Reinschiff!
    Deine wunderbaren Reiseberichte werden von uns immer sehnsüchtig erwartet und auf der Weltkarte abgesteckt.
    Mit den besten Grüßen begleiten Dich weiterhin
    Jochen und Ruth aus Stuttgart

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