Mit Düsenwind gen Westen

Nach einem flotten Segeltörn liegt die Barbaco jetzt in San Sebastian, der Hauptstadt von La Gomera. Diese Insel ist anders, im Hafen ist man willkommen, der Hafenmeister hilft beim Festmachen, die Insel ist grün und wenig vom Fremdenverkehr beeinflusst.
Laut Reiseführer ist La Gomera eine Oase der Ruhe. Wir hatten allerdings schon einen sehr aufregenden Moment:
an manchen Tagen reicht die Düsenwirkung bis in den Hafen und heftige Windböen erschweren das Anlegen. Besonders unerfahrene Crews bekommen Probleme und wir mit ihnen!

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Zwei Festmachversuche misslangen gründlich – nur mit Muskelkraft konnten wir zweimal eine Kollision mit unserer Windfahnensteuerung verhindern. Erst der dritte Versuch gelang dank der Hilfe des Hafenmeisters und seinem starken Schlauchboot.
Nachdem am nächsten Tag, während unserer Abwesenheit, sich Ähnliches wieder ereignet hatte, haben wir die Barbaco gewendet. Jetzt wehrt der stabile Bug mit dem Anker hoffentlich weitere Angriffe ab! 😉

Mit einem Leihwagen unternahmen wir eine Inselrundfahrt. Wir sind begeistert von der spektakulären Landschaft – tiefe Schluchten, felsige Gipfel, nebelverhangene Lorbeerwälder und terrassierte Hänge mit unzähligen Palmen und Bananenplantagen wechseln sich ab.

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Presse und Fernsehen waren dabei, als dieses Ruderboot in den Hafen einlief!

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Ein junger Mexikaner ruderte von Cadiz / Spanien nonstop nach La Gomera. Von hier will er rudernd den Atlantik überqueren! Wenn er das schafft, dann sollte es für uns auch kein Problem sein. 🙂
Wir bleiben allerdings noch einige Zeit hier und warten weiter!

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4 Antworten zu Mit Düsenwind gen Westen

  1. Ruth Ulrich schreibt:

    Liebe Atlantik-Querer im Wartestand,

    vielen Dank für die lebendigen Berichte von den Kanaren. Eine Bekannte, die seit vielen Jahren zeitweise auf La Gomera lebt, hat über diese Insel einen kulinarischen Reisebericht veröffentlicht.: Renate Kissel, Zu Gast auf den kanarischen Inseln. Vielleicht wäre das etwas für die Bordküche.

    Was mich erstaunt, sind die Schilderungen über die Liegeplatzprobleme. Hätte nie gedacht, dass so viele Bootler da unten kreuzen. Vom Bodensee waren wir ja mit überfüllten Häfen sehr vertraut. Im Gegensatz zu hier habt Ihr wenigstens oft die Ankermöglichkeit. Setzt jedoch einen leistungsbereiten Tender voraus. Auf der anderen Seite des Atlantiks könnte es angesichts der 240 gemeldeten Teilnehmer am ARC ebenfalls zu Engpässen mit Anlege und Versorgung kommen.

    Dafür ist die Luft und das Wasser angenehm temperiert. Wir wollen morgen nach Ahrenshoop / Ostsee aufbrechen: Luft 6°, Wasser 7°. Und man erwartet auch noch Schnee.

    Für Euch weiterhin bon voyage, bon courage et toujours un peu du vent en poupe

    herzliche Grüße von Jochen und Ruth

  2. norbert200 schreibt:

    Unerfahrene Crews machen immer Probleme. Mir haben sie den Bugjob verbogen. Nanni hat sich gemeldet. Sie wollen einen Reparaturleitfaden und eine Ersatzteilliste schicken. Bin mal gespannt wie und wann das klappt. Habe ihnen mit bösen Kommentaren gedroht. 🙂
    Viel Spass auf La Gomera. Die Küche vor Ort ist Klasse und auch der wein im Hinterland kann sich sehen lassen hat man mir gesagt. Explodiert im Rachen ( Insider 🙂

  3. Barbara the desk-sailor schreibt:

    ¡Hola! Ihr zwei Gomera-Fans,
    nachdem uns unser Lieblings-Knochen-Doc schon immer mit leuchtenden Augen von seinen Gomera-Urlauben erzählt hat, seid Ihn nun die nächsten, die am Schwärmen sind.
    Mittlerweile weiß ich: Zum Segeln braucht man ganz schön viel Kondition.
    Und von Eri kann jede spanische Bergziege noch etwas lernen.
    Zunächst habe ich das knackige Kraxel-Bild sofort in der vollen Vergrößerung angeschaut, und mein erster Gedanke war: Wandertag mit der Nüchters Marie.
    Der lässige Hüftpullover, das minimal abgekämpfte Gesicht, die Hände am Felsen, so hätten wir damals auch für ein Foto für die Ewigkeit posiert.
    Erst beim Verkleinern fiel mein Blick endlich auch auf die vom Dunst verschleierten Spielzeughäuschen unendlich weit unten im Tal.
    Und dann kam sie, die große Frage: Seilbahn oder Sneakers?
    Ich vermute sehr stark letzteres, und allein der Gedanke an den Abstieg lässt mir die Haare zu Berge (!) stehen.
    Noch mehr schüttelt es mich allerdings bei dem Vorhaben den jungen Mexikaners (Foto?), in seiner äußerst schnittigen High -Tech – Galeere rudernd den Atlantik zu überqueren.
    Wo man doch schon auf einem Segelboot ganz schön ins Rudern kommen kann …
    So may you be spared from any trouble and stay safe,
    because we are looking forward to reading you again,
    B&B

  4. Guenther Hornung schreibt:

    Hallo Klaus,
    seit einigen Tagen sind auch wir aus Puerto de la Cruz zurück. Wir konnten 12 Tage genießen, leider waren 2 davon etwas verregnet – zum Wandern oder Stadtbesichtigungen reichte es.
    Wie lange bleibt ihr auf La Gomera? Die Insel ist gewaltig, oder?
    Später etwas mehr, Gruß aus Erlangen
    Günther

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