Carnaval em Salvador

In Salvador findet der größte Straßenkarneval der Welt statt. Von Donnerstag bis Dienstag herrscht hier Ausnahmezustand. Viele nehmen Urlaub und die Geschäfte bleiben geschlossen – um zu feiern oder aus der Stadt zu fliehen.

Anders als in Rio gibt es keine prunkvollen Wagen und Sambatanzgruppen. Statt dessen ziehen im historischen Zentrum „Pelourinho“ von Schwarzen geprägte Gruppen mit schönen bunten Gewändern und sehr rhythmischer mitreißender Musik um die Plätze.
Wie man diesen beiden Tänzern ansieht, ist es hier auch nachts so warm, dass jedes Kleidungsstück überflüssig ist.

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Getränke in Dosen, Snacks, Blumenketten und Karnevalsartikel werden von tausenden „Fliegenden Händlern“ unermüdlich angeboten. Der Müll landet auf der Straße. Die Dosen bleiben nicht lange liegen, weil eifrige Pfandsammler, auch viele Kinder, sich darauf stürzen.

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Im benachbarten Stadtteil „Barra“ und an der Uferstraße sind LKWs mit ohrenbetäubender Livemusik unterwegs. Die Fans tanzen in der Menge begeistert ihren Gruppen hinterher. Das ganze Spektakel geht bis 5 Uhr früh und wir kommen gar nicht umhin vom Bett aus in der Marina die angesagten Bands mit ihren wummernden Bässen mitzuerleben.

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Schon 12 Monate zuvor kann man entlang der Umzugsstrecke Wohnungen mit Balkonen mieten, um dem Treiben sicher von oben zuzusehen und sich zwischendurch ein kleines Nickerchen zu gönnen. Sehr beliebt sind auch exklusive Tribünenplätze, wo man „all inklusive“ versorgt wird und von Sicherheitspersonal abgeschirmt feiern kann.

Zeitgleich mit uns war auch die ARC-World im Hafen,“ betreutes Segeln“ um die Welt, wie ein Teilnehmer meinte. Mit 16 Schiffen kamen sie direkt von Kapstadt rechtzeitig zum Karneval in Salvador an und nach 14 Monaten werden sie, in Grenada angekommen, einmal die Welt umrundet haben. Gesehen haben sie allerdings hauptsächlich sehr viel Wasser. Alles ist bei dieser Tour natürlich perfekt organisiert und vorgebucht. So auch ein Hotelbalkon am Umzug. Drei dieser Segler wurden auf ihrem Heimweg, unmittelbar vor dem bewachten Hotel, bestohlen. Die bösen Buben wissen eben wo es etwas zu holen gibt.

Wir sind unter all den Menschen nicht aufgefallen und uns ist nichts passiert, obwohl wir drei Abende in der Menge mitgefeiert haben. Das liegt sicherlich auch an den 30.000 Polizisten, die auf den Straßen patrouillieren.

Nach drei Tagen Karneval reicht´s. Auch sind die Wassertanks der Barbaco leer, das Wasser auf den Stegen ist kein Trinkwasser und das Hafenwasser für den Wassermacher zu sehr verschmutzt.

So ankert die Barbaco jetzt auf der anderen Seite der „Bahia de Todos-os-Santos“ im Westen der Insel Itaparica, die für die Menschen aus der Millionenstadt Salvador ein schnell zu erreichendes Wocheend- und Urlaubsziel ist.

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Eine Antwort zu Carnaval em Salvador

  1. norbert200 schreibt:

    Cooler Bericht. Nein ich bin nicht neidisch.Nein neidisch bin ich nicht. 🙂 Tolle Erfahrung, die ihr da macht. Gruss nach Übersee aus einem vernebelten Deutschland

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