Verstärkung aus der Heimat

Von Salvador aus starteten wir eine Rundreise um die Bahia de Todos os Santos.
Vor der Insel „Ilha dos Frades“ ankerte die Barbaco ganz alleine vor einer traumhaften Urwaldkulisse.

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Im Fluss „Paraguacu“ besuchten wir den Ort Magaguipe, wo es jeden Samstag von Menschen wimmelt, weil die Bauern der Umgebung am Markttag ihre Produkte feilbieten und Käufer von nah und fern in den Ort reisen, um ihre Vorräte aufzufüllen. Dort werden die Kinder noch im Eselskarren zur Schule gefahren und die Fischer sind im Einbaum unterwegs.

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Bei Unwetter mit heftigem Regen segelten wir zurück nach Salvador.

Pünktlich zum Besuch aus Deutschland haben wir erstmalig unsere Gangway aufgebaut.

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Die dicken Winterjacken von Sabine und Thomas wurden gleich im Schrank verstaut und gegen leichte Sommerkleidung getauscht. Zur Einstimmung war natürlich eine kleine Stadtbesichtigung des historischen Zentrums mit einem obligatorischen Caipirinha Pflicht.

Thomas musste auch gleich mal ran und rauf an die Mastspitze. Vor dem Ablegen hat er schnell noch die Dirk klariert.

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Zum Eingewöhnen segelten wir in einem Dreistundentörn nach Itaparica, um dort das quellfrische Mineralwasser zu kosten. Die Bewohner holen sich ihren Bedarf mit Kanistern und Flaschen und die Marinabesucher können ihre Schiffsdecks sogar mit diesem Quellwasser reinigen, von Salzwasser befreien und ihre Trinkwassertanks damit auffüllen.

Nach einem erfrischenden Bad im 31 Grad warmen Wasser ging es am nächsten Morgen los durch den Kanal von Itaparica mit Ziel „ Morro de Sao Paulo“.

Schon wieder mal machte der Außenbordmotor Probleme. Diesmal hat der Starterseilzug den kraftvollen Zügen von Thomas nicht standgehalten und ist gerissen. Zum Glück konnten wir den Fehler mit Bordmitteln beheben.

Vorbei an „Natur pur“, dichten Mangroven, unzähligen Kokospalmen und kleinen weißen Stränden führte uns unser nächster Törn Richtung Süden.

Die Spannung stieg, als die Autobrücke über den Kanal in Sicht kam. Zur Sicherheit haben wir Niedrigwasser als Zeitpunkt für die Durchfahrt gewählt. Selbst dabei hat die Brücke nur eine Durchfahrtshöhe von 19m und wir konnten beim Näherkommen kaum glauben, dass wir mit unserer Masthöhe von 15m durchpassen.

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Die letzte Nacht ankerten wir alleine vor dem laut Reiseführer hoch frequentierten Ferienort Cacha-Pregos. Weit und breit war keine Menschenseele zu sehen. Wegen der starken Strömung bei einbrechender Dunkelheit blieben wir an Bord.
Am nächsten Morgen warteten wir eine kleine Regenfront ab, um zur Ausfahrt durch das Riff gute Sichtverhältnisse zu haben. Laut unserem“ Sailing Guide“ soll es einen Weg durch den nicht kartografierten Brandungsbereich hinaus auf den Südatlantik geben.
Sehr vorsichtig tasteten wir uns durch immer flacher werdendes Wasser voran. Der Mut verließ uns aber schlagartig, als die Wassertiefe nur noch einen halben Meter unter dem Kiel betrug. Ohne eine Sekunde zu zögern kehrten wir um. Aus unserer „Abkürzung“ wurde also nichts! Auf keinen Fall wollten wir das Risiko eingehen, bei beginnendem fallenden Wasser auf eine Sandbank aufzulaufen.

Jetzt liegt die Barbaco wieder bei Itaparica vor Anker. Morgen wollen wir einen neuen Anlauf nehmen, diesmal aber außen um die Ilha de Itaparica herum!

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2 Antworten zu Verstärkung aus der Heimat

  1. Monika Kelka schreibt:

    Hallo alle zusammen,
    mit großem Interesse habe ich den letzten Reisebericht gelesen und mich sehr über die Fotos, besonders über das Bild von Sabine und Thomas, gefreut. Ich finde es sehr spannend, von dieser tollen Reise zu lesen! Klingt alles großartig und abenteuerlich und es freut mich, dass die Beiden ein bisschen daran teilnehmen dürfen! Liebe Grüße aus der (kalten) Heimat und ich wünsche allen eine tolle Zeit!
    Monika Kelka

  2. Barbara the desk-sailor schreibt:

    Hi, Ihr Küstenkreuzer,
    langsam wird’s ja so richtig exotisch mit Euren Berichten.
    Ich bin schon auf die ersten Jaguar-Bilder gespannt!
    Als Gegengewicht dazu tatkräftiger Besuch aus der Heimat, und schon stimmt die Balance wieder.
    Google Earth ist im Hintergrund eine wahre Fundgrube und rundet Eure Berichte aufs Farbigste ab.
    Das riesige Brasilien als einzigartige Wundertüte – während der WM konnte man es ja schon erahnen.
    Mit solchen Bildern lässt sich auch unser fränkischer Spätwinter zumindest einigermaßen abfedern.
    So stay safe, as we are looking forward to reading you again,
    B&B

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