An der Palmölküste

Ausgerüstet mit unserer neuen gebrauchten Profiangel, angeblich das “non plus ultra“ für die Hohe See, starteten wir einen weiteren Angelversuch. Ständig lauschten wir auf die akustische Bissanzeige. Nach mehreren falschen Alarmen, leider nur Grünzeug, hatten wir doch tatsächlich einen richtigen Fisch am Haken.

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Thomas hat den 55 cm langen Fisch – ein Barracuda war es nicht – lecker zubereitet.

Nach einem Achtstundentörn ankerte die Barbaco vor dem Ort „Morro de Sao Paulo“ vor einer Traumkulisse. Auf der ganzen Insel gibt es keine Straßen und keine Autos. Wenn die Urlauber mit der Fähre anlanden stehen schon die „Taxifahrer“ mit ihren Schubkarren bereit, um die schweren Koffer den steilen Berg zum Dorf hinauf zu bringen. Auch Baumaterial und Getränkepaletten werden so mit der Karre befördert.

Puh ist das heiß hier! Der Tageswetterablauf hatte sich geändert. Obwohl die Regenzeit noch nicht begonnen hat, gab es jeden Morgen einen Schauer und im darauf folgenden Sonnenschein dampfte alles. Wir vier kamen auch beim Nichtstun aus dem Schwitzen gar nicht heraus.
Bei 30 Grad Wassertemperatur hilft hier auch kein erfrischendes Bad im Atlantik, sondern nur ein plus X eiskalte Cervecas!

Besonders schön ist der Küstenweg von Morro nach Gamboa. Er führt entlang von Felsen gesäumter kleiner Badebuchten und tropischem Wald, wo die Äste der Kokospalmen in das klare Wasser ragen. Da wir gerade Hochwasser hatten mussten wir oft durchs Wasser waten.

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Jane und Tarzan schwangen sich von Ast zu Ast ins warme Nass.

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Kurz vor dem Dorf Gamboa entspringt einem steilen Felsen ein pinkfarbener Tonschlamm, bildet dort einen kleinen See und läuft den Abhang hinunter bis zum Strand . Der Tonschlamm ist bekannt für seine therapeutischen Eigenschaften und soll vor allem stark verjüngend wirken. Man suhlt sich in dem Becken und schmiert sich damit ein.Wenn die Pampe angetrocknet ist spült man sie im Meer ab. Die Haut fühlt sich danach an wie ein Babypopo.

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Die beiden nächsten Tage wanderten wir, stark verjüngt, die Atlantikküste entlang.

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Bei passendem Wind und vollen Segeln sind wir gestern Abend im Dunkeln, aber bei Vollmond wieder in Salvador angekommen. An „unserem“ fast voll belegten Steg haben wir noch eine Lücke für die Barbaco gefunden und legten gemeinsam ein prima Anlegemanöver hin.

Bei unserem heutigen Besuch des Marktes „Sao Joaquim“ gab es noch einmal ein landestypisches Mittagessen – Moqueca – heute mit Meeresfrüchten.

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Eine Antwort zu An der Palmölküste

  1. Barbara the desk-sailor schreibt:

    Hi, Ihr Bahia-Beach-Bummler,
    Kompliment für Eure immer wieder originellen Header, das damit natürlich speziell
    an den zuständigen „Art Director“ der Crew geht!
    Also, Spaß macht es schon, Euch bei Euren „aventura brasiliera“ im Geiste zu begleiten.
    Durchs hüfthohe Wasser zu waten, sich im Matschebabbel-Peeling zu wälzen, mit einer schwungvollen A….bombe in den Atlantik einzutauchen, sich den Bauch mit Moqueca mit Meeresfrüchten (JAAA!) vollzuschlagen und eiskalten Hopfenblütentee stylish mit Sunglasses in der blauen, lauen Lagune zu schlürfen.
    Und dazu noch das lang ersehnte Anglerglück.
    Meine wie immer unverzüglichen Recherchen haben ergeben, dass das Opfer seiner eigenen Gefräßigkeit allem Anschein nach ein Wahoo sein müßte.
    Nachdem Ihr ja nun high-end-mäßig ausgerüstet auf den Weltmeeren die Angel auswerft, war das bestimmt nicht Euer letzter derartiger Fang.
    Falls der momentane Chefkoch irgendwann wieder an den heimischen Herd zurückkehren sollte, habe ich sicherheitshalber folgendes kombüsentaugliches Rezept anzubieten:

    http://www.food.com/recipe/wahoo-fish-481224
    Fresh wahoo cooked in griddle pan
    after 30 min marinade in olive oil, cayenne pepper, lemon juice, lime juice, chilli flakes.
    Ingredients for 4 Units
    • 4 wahoo steaks
    • 1⁄2 cup olive oil
    • 1 tablespoon lemon juice
    • 1 tablespoon lime juice
    • cayenne pepper
    • 1 pinch of crushed chili pepper flakes
    • 1⁄2 teaspoon salt
    • 1 teaspoon pepper
    • 2 tablespoons minced garlic
    Directions
    1. Make you marinade, mix olive oil, lemon juice, lime juice, cayenne pepper, chilli flakes in a bowl.
    2. rinse and pat dry your wahoo and put in the marinade.
    3. cover fish with marinade and put it in the fridge for 30 minutes.
    4. heat griddle pan (die Gußeiserne am besten) – you don’t really need oil because you can use the oil from the marinade whilst cooking.
    5. put the fish in the pan, add salt and pepper to fish steaks.
    6. flip them several times for even cooking and add garlic about halfway through the cook time. They take about 15- 20 minutes in total. And then – enjoy!

    So have a nice Sunday and stay safe
    ‘cause we’re looking forward to reading you again,
    B&B

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