Eine traurige Nachricht

Eine der Crews, mit denen wir den Atlantik überquert haben, waren der Skipper Ronald und seine Frau Riet aus Holland. Sie waren lustige Leute und wir haben in Mindelo viel Spaß zusammen gehabt. Wir planten den Atlantiktörn gemeinsam und hatten unterwegs drei mal pro Tag Funkkontakt. In der Nähe der brasilianischen Küste trennten sich unsere Wege. Die beiden wollten in den Amazonas, wir nach Salvador.

Von mehreren Seglern haben wir später gehört, dass ein Holländer nachts beim Ankern vor der Stadt Sao Luis von Räubern erschossen wurde. Bald wurde es zur traurigen Gewissheit, dass es Ronald war. Wir sind immer noch total schockiert und traurig.

Unser Chefkoch Thomas und Sabine haben uns in Richtung Deutschland verlassen und der Regen hat nachgelassen. Für uns wird es Zeit in Richtung Norden aufzubrechen.
Davor hat aber irgend jemand die Policia Federal gesetzt. Wir wurden heute belehrt und schwer getadelt hinsichtlich unserer Anmeldeprozeduren bisher alles falsch gemacht zu haben!
Stunden später, obwohl eigentlich niemals in Bahia eingereist, sind wir heute rein und raus!

Die Barbaco war im Laufe der Wochen und Monate immer langsamer geworden. Trotz des „aller aller besten“ Antifoulings von Hempel“ auf ihrem Unterwasserschiff war sie mehr und mehr von Muscheln und Algen besetzt. Zuletzt verbrauchte der Motor statt 2,5 Liter 3,5 Liter Diesel pro Stunde und unsere Geschwindigkeit reduzierte sich um einen Konten.

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Aber Gott sei dank gibt es auf der Insel Itaparica drei fitte tüchtige Taucher, die ihren Rumpf drei Stunden geschabt und geglättet haben und zum Schluss nach einem Whiskey waren alle zufrieden. Gute Arbeit hier in Brasilien!

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3 Antworten zu Eine traurige Nachricht

  1. Barbara the desk-sailor schreibt:

    Hi, Ihr Grenzgänger,
    was für beklemmende Nachrichten am heutigen Freitag, den 13.
    Ja, das Böse ist immer und überall.
    So please do keep sound and safe!
    Hochnebel-graue Grüße aus der alten Heimat
    B&B

  2. norbert200 schreibt:

    Diese Art von Nachrichten gehören heute leider zu einer Weltumsegelung dazu. Segeln in fremden Gewässern war schon vor Columbus Zeiten ein gefährliches Unterfangen und trotzdem so eine Nachricht schockiert. Ich hoffe der hinterbliebenen Frau geht es einigermaßen und sie kann bald wieder in ein normales Leben zurück finden. Ich kann nur hoffen, dass ihr von derartigen Nachrichten in Zukunft verschont bleibt. Bitte passt auf, haltet die Augen auf und die Sensoren auf Empfang. Für eure Reise in den Norden gute Winde und vernünftiges Wetter. wenn ihr etwas braucht,ihr wisst wie ihr mich erreichen könnt.

  3. Ruth Ulrich schreibt:

    Liebe Freunde
    das traurige Schicksal Eures holländischen Segelkameraden hat uns sehr betroffen gemacht. Die Agglomeration von Recife und die Gebiete nördlich davon, weisen in Brasilien die höchste Kriminalität auf. Richtung Norden könnte man erst in dem französischen Departement vermutlich wieder auf einigermaßen sichere Küsten hoffen.
    Hempels Antifouling ist doch nur für unseren Bodensee geeignet. Die Skipper in den Tropen werden sicherlich auf weniger umweltfreundliche Mittel zurückgreifen. Gratulation zur Gangway. Wir hatten uns schon immer gefragt, wie Ihr bei der skandinavischen Anlegemethode Eure Vorräte an Bord gebracht habt. Ist die Gangway mit einer elektrischen Unterstützung, einschließlich Fernbedienung, ausgerüstet ? Diese „Zugbrücken“ sind in den französischen Mittelmeerhäfen sehr beliebt.
    Weiterhin gute Fahrt und danke für die Eindrücke aus Brasilien.
    Jochen und Ruth

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