The Spice of the Caribbean

In der Rotibude von Charlotteville gaben die Malerin und ihr Mann am Wochenende für die Segler ein Jazzkonzert. Bereits nach kurzer Zeit wurden auch die Einheimischen von den Klängen angesteckt und improvisierten mit Trommeln und Gitarre passend zur Musik.

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Zwei Tage später kamen Erika, Michelle und Hannes pünktlich am A.N.R. Robinson International Airport an. Zum Glück hatte Erika kopierte Unterlagen des Schiffes und eine offiziell beglaubigte Einladung des Skippers dabei, denn ohne Returnticket wird normalerweise die Einreise verweigert. Trotzdem bildete sich hinter der neuen Crew aus Deutschland am Immigrationsschalter eine lange Schlange. Scheint ja doch nicht so üblich zu sein, dass man von Tobago aus nur noch mit dem Schiff weiterreist.

Um nach Charlotteville zu kommen mussten wir im Dunkeln die komplette Länge der Insel, ca. 50 km, zurücklegen. Auf dem Weg hielten wir noch bei einem Supermarkt, um die Biervorräte aufzufüllen, denn wegen des Wahltags galt bis 1800 Uhr ein striktes Alkoholverkaufsverbot.

Aufgrund der unzähligen, kurz aufeinander folgenden Haarnadelkurven benötigten wir für die eigentlich kurze Strecke 1,5 Stunden.

Die nächsten zwei Tage hat die bewährte Crew genutzt, um sich an das feuchtheiße Klima zu gewöhnen. Das „Liming“ (= das süße Nichtstun) konnten wir schnell übernehmen und das Strandleben an der Pirates Bay genießen.

Da die Cash – Maschine in Charlotteville tagelang „out of service“ war, mussten wir zum Geldabheben mit einem Sammeltaxi nach Roxborough. Bei dieser Gelegenheit besuchten  wir den nahegelegenen „Argyle“ – Wasserfall und kühlten uns im Süßwassersee ab. Dummerweise wurden wir danach von einem heftigen Regenguss überrascht und völlig durchnässt. Freundliche Einheimische organisierten für uns große Plastiktüten zum Draufsetzen, damit uns überhaupt jemand wieder mit nach Hause nahm.

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Nach einem 16 Stunden – Nachttörn unter heftigem Geschaukel ohne Wind, aber mit grandiosem Sternenhimmel mit Blick auf die Milchstraße, erreichten wir Grenada – „the Isle of Spice“.

Die Besonderheit unserer ersten, der von Schweizern betriebenen Marina „ Le Phare Bleu“ , ist ein altes europäisches Feuerschiff, in dessen Rumpf sich die Sanitärräume und eine kleine Bibliothek befinden.

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Mittlerweile liegt die Barbaco “Stern-to“ am Steg des Grenada Yacht Clubs in St. George. Die Stadt gilt als die vermeintlich schönste aller karibischen Hauptstädte.

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Heute unternahmen wir eine ganztägige Inselrundfahrt. Auf dem Programm standen das hoch gelegene Fort Frederick mit seinem tollen Ausblick, der Annandale Wasserfall für eine kurze Erfrischung, der Regenwald, der geschichtsträchtige Leafer’s Rock und das Belmont Estate.

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Auf Belmont, einer alten aber noch betriebenen Kakoaplantage, erhielten wir von unserem Guide zunächst interessante Informationen über die Früchtewelt Grenadas. Allen voran ist hier die Muskatnuss zu nennen, welche auch die Nationalflagge ziert. Grenada ist aber auch für seinen Ingwer und Zimt bekannt. Im Mittelpunkt unserer Führung stand der Kakao.

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Auf unserem Rückweg entlang der Karibikküste hat die Regenzeit wiedermal voll zugeschlagen.

Dank Charlie und seinem Toyota – Kleinbus kamen wir aber sehr sicher in unserer Hafenbar an.

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2 Antworten zu The Spice of the Caribbean

  1. Greta Elster schreibt:

    Hallo ihr Lieben,
    danke für euren tollen Bericht mit den wunderschönen Fotos!! Wie heißt denn die Affenart von dem der da so lustig „herumstand“?
    Ich wünsche euch noch eine superschöne Zeit mit euren „Kindern“ und ich grüße euch herzlich,
    eure Greta aus dem Heiligen Bezirk

  2. Barbara, the desk-sailor schreibt:

    Hallo Ihr Vier,
    Euer Segelabenteuer geht weiter – und schon kann man wieder etwas lernen:
    „Liming“ – klingt echt lässig und man kann es als „Laaaaaiming“ genüsslich in die Länge ziehen.
    Ja, die Grenadiner wissen schon, wie’s geht …
    Ein kleiner Bio-Quiz war diesmal auch mal wieder eingebaut.
    Der goldige Affe von Bild 6 hat ja die fränkische Damenwelt (hallo, Greta!) nachhaltig beeindruckt, und von jedem tollen Typen muß natürlich der Name her.
    Pronto, es handelt sich bei dem flotten Poser um eine Monameerkatze
    Afrikanische verschleppte Sklaven haben diese Affen aus ihrer Heimat nach Grenada mitgenommen – ob zur Unterhaltung oder als Notproviant (?) – und bis jetzt lebt dort eine kleine Gruppe und sorgt in Franken für Furore.
    Der Gewürzduft der Karibik weht übrigens bis hierher, denn an meine nächste Kürbissuppe kommt zur Abwechslung mal eine Prise Muskat.
    So live it up and stay safe, as we are looking forward to reading you again!
    B&B

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