Böse Buben an Bord der Barbaco

Die traumhafte, aber abgeschiedene Marigot Bay auf Saint Lucia hat einen Nachteil – die Hauptverkehrsstraße mit den Bussen ist nur nach einem mühsamen und schweißtreibenden steilen Fußmarsch zu erreichen.

Die Straße nach Soufrière führt durch bergigen Regenwald mit riesigen Baumfarnen und Mahagonybäumen und immer wieder gibt es herrliche Ausblicke auf die karibische Küste der Insel.

Die frühere Hauptstadt Soufrière wurde durch einen Hurrikane 1780 fast komplett zerstört. Aber die Deutsche Botschaft, mit den nötigen Getränken nebenan,fand hier inzwischen ihren Platz.

Gleich in der Nähe spazierten wir durch einen wunderschönen Botanischen Garten, der auf einer Plantage angelegt worden ist und in dem fast alle Blumen, Früchte, Sträucher und Bäume Westindiens zu sehen sind. Eine weitere Attraktion stellt der Diamond – Wasserfall dar, der hier vielfarbig und spektakulär herabstürzt.

Zurück auf der Barbaco mussten wir leider feststellen, dass jemand während unserer Abwesenheit an Bord war und versucht hatte die große von innen verriegelte Luke zu öffnen. Gott sei Dank waren sie nicht erfolgreich und haben nur den Griff abgebrochen.

Selbst die hohe Frequenz an Touristenbooten hatte sie nicht abgeschreckt.

Von unseren deutschen Freunden waren wir schon vorgewarnt, dass die Marigot Bay gefährlich ist und alles, was nicht niet- und nagelfest ist, abhanden kommt.

Ihnen wurde eines Nachts der Außenbordmotor vom Schlauchboot geklaut. Auch an unserem Dinghymotor wurde schon herum gefummelt- während wir selig schliefen-, obwohl es an der Bordwand hochgezogen war. Die Konsequenz daraus ist, dass wir es zukünftig noch höher ziehen müssen.

Vor dem großen Ansturm der ARC 2015 ankerten wir noch eine Nacht mit ungewohnt viel Platz um uns herum in der berühmten und sehr touristischen Rodney Bay. Es gibt hier viele Hotelanlagen, Restaurants, Shoppingmalls und es wird jede Art von Wassersport angeboten.

Kurz entschlossen machten wir von dort aus einen Abstecher nach Europa. Wir ankern zur Zeit in dem übervollen „Le Marin Yacht Harbour“ .

Martinique gehört zu Frankreich, man fährt wieder rechts und mit unseren Euros können wir aus einem ungewöhnlich reichhaltigen Warenangebot der französischen Supermärkte wählen.

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3 Antworten zu Böse Buben an Bord der Barbaco

  1. Ruth Ulrich schreibt:

    Liebe Freunde,

    unser erster Versuch eines Kommentars ist leider irgendwo in der Tiefe des Internets verschwunden, daher ein erneuter Anlauf. Wir erfreuen uns an den Schilderungen des karibischen Herbst. Bei uns sieht der Herbst etwas garstiger aus, manche sagen, dies käme von einem besonders kräftigen El Nino. Dafür haben wir aber keine Schwüle, welch geringer Trost. Der Besuch von malfaiteuren auf der Barbaco ist beunruhigend, in der Region nicht untypisch, erkennbar an dem privaten Wachpersonal vor allen Häusern. Die gesamte Karibik ist eigentlich arm, diese Armut wird jedoch überdeckt durch eine wunderschöne Landschaft und den Reizen der fröhlichen Bewohner. Eine Segelyacht aus Europa muss manchen aber wie der gefüllte Sack vom Weihnachtsmann erscheinen. Das Angebot bei Carrefour, Leclerc oder Intermarché bleibt für viele unerreichbar. Nach den schrecklichen Massakern in Paris wird die soziale Seite in den Banlieus und auch in den DOMs stärker in den Focus geraten. Wie hat eigentlich die Bevölkerung in Guadeloupe auf die Pariser Ereignisse reagiert? Wir wünschen Euch eine störungsfreie Weiterreise. Irgendwann solltet Ihr am Himmel vielleicht das Kreuz, welches starke Scheinwerfer (so stark, dass nach Inbetriebnahme zunächst das gesamte Stromnetz der Domenikanischen Republik zusammenbrach!) über dem Grabmahl von Columbus an den Himmel zeichnen, entdecken. Ist vielleicht auch nur eine Legende.

    Herzliche Grüße aus Stuttgart
    von Jochen und Ruth

  2. Barbara, the desk-sailor schreibt:

    Hi, Ihr Gangster-Magneten,
    das Böse ist immer und überall – wie recht die EAV doch mit ihrem Blödelsong hat!
    Zum Glück scheint die weltweite Hopfenernte auf stabilen Füssen zu stehen, was als Hopfenkaltschale nur Labsal für Euer angeknabbertes Nervenkostüm sein kann.
    Möglicherweise hält sich die Deutsche Botschaft ebenfalls mit diesem Trick auf rein pflanzlicher Basis stimmungsmäßig über Wasser.
    Die prächtige überreiche Botanik lässt mich übrigens gerade an den Garten Eden denken und die Spitzbuben an den ersten Sündenfall.
    Wo vieles blüht, kann einem vieles blühen – die Karnevalssession dieses Jahr ist so kurz, dass man bereits VOR Weihnachten die Kalauer loslassen muß …
    So stay safe, “Hang ’Em High” im Sinne von Clint Eastwood, dem alten Haudegen, und wenn Ihr einen von den Bärschla erwischt, dann haut ihm eins mit dem Baguette (altbacken!) auf die Murmel
    empfehlen aus dem windigen Nieselregel
    B&B

  3. Barbara, the desk-sailor schreibt:

    Ähem – Nieselregen, bitte. Danke.

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