Caribbean X – Mas

Den letzten Abend auf Grenada verbrachten wir an unserer Lieblingsstrandbar am idyllischen „Paradise Beach“ auf Carriacou. Bei leichter Brandung und knisterndem Lagerfeuer ließen wir uns bei Livemusik kreolischen Fisch schmecken.

Schon nach zwei Stunden kamen wir auf Union Island an, schnell einklariert, ein kleiner „Stadtrundgang“ auf der Mainroad und ein sehr zeitaufwändiger Fischkauf mit harten Preisverhandlungen – es war das halbe Dorf beratend involviert – rundeten den Tag ab. Zum Sonnenuntergang flitzten viele gutgebaute Kitesurfer mit irrsinnigem Tempo und bei anscheinend optimalem Wind zwischen der Barbaco und „Happy Island“ hin und her.

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Die nächste Insel Mayreau war nur einen Katzensprung entfernt. Da wir sehr viel Wind hatten, mussten wir leider den geplanten Besuch der Tobago Cays verwerfen und konnten nur von einem Berg aus einen Blick auf die Inseln und das Riff werfen. In der malerischen einsamen „Salt Whistle Bay“ fanden wir einen ruhigen Platz an der Boje und planschten in dem immer noch warmen klaren Meer. Die Haie drehten gott sei dank in einem abgegrenzten Becken ihre Runden. Unser Dinner gestaltete sich sehr zäh. Der Grill war schon seit Stunden bereit, aber unsere Bestellung: zweimal Redsnapper, einmal Conch und einmal Chicken war für die 14 Köche einfach zuviel! Das Chicken musste erst von weit her über die Berge aus dem Oberdorf per Mofa angeliefert werden. Der angereiste Chefkoch und Barbesitzer „Blackboy“, der laut eigenen Angaben landesweites Ansehen genießt, schaffte es schließlich, das Chicken „Slow“ food zu einem guten Abschluss zu bringen und mit den schon seit zwei Stunden fertig gegarten Fischen aufzutragen. Um das leckere Essen abzurunden spendierte er uns noch eine spontane Gesangseinlage.

Auf unserer nächsten Insel Bequia hatten wir größere Probleme mit dem Anker, er wollte und wollte einfach nicht halten. Doch irgendwann hat es dann doch geklappt. Wir ließen uns von einem schottischen Taxifahrer -seine Vorfahren waren Walfänger, die es auf diese Insel verschlagen hatte- seine schöne Insel zeigen. Nach dem Strandbesuch konnten wir weihnachtliche Klänge auf einem Blechdosenxylophon genießen. „Oh Tannenbaum“ war erst sehr spät zu erkennen!

Die Hauptinsel „St. Vincent“ war unser nächstes Ziel, das wir auf Grund des kräftigen Windes mit erheblicher Krängung und einigen einsteigenden Brechern schon nach vier Stunden erreicht hatten. In der geschützten Wallilabou-Bucht wurden wir gleich von „Leinenboys“ in Empfang genommen, die unsere Heckleine an einem schrottigen Steg festmachten, unser Buganker lag auf 30meter Tiefe an 60meter Kette. Diese Bucht ist bekannt aus dem Film „Pirates of the Caribbean“ und die alten Kulissen können besichtigt werden.

Trotz der professionellen Unterstützung hat heute morgen der Anker bei 6 Bft von Steuerbord nicht gehalten. Langsam und stetig trieb die Barbaco auf den schwarzen Stand zu. Also hieß es Leine los und Anker auf. Nach einer halben Stunde unter Maschine liegen wir jetzt zwischen zwei Bojen in der ebenfalls traumhaften Keartons Bay.

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Zu den Top Ten Zielen der Hauptinsel gehören die „dark view falls“. Wie sich heraus stellte war unser Taxifahrer gleichzeitig auch der Parkranger und er konnte uns viele interessante Details über die Natur, die politische und wirtschaftliche Lage seines Heimatlandes erzählen.

Wir haben gehört, dass Weihnachten vor der Tür steht und wünschen euch allen

Frohe Weihnachten und ein Gutes Neues Jahr!

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3 Antworten zu Caribbean X – Mas

  1. Ruth Ulrich schreibt:

    Wir merken hier kaum, dass Weihnachten kommt, es ist viel zu warm! Aber was soll’s:
    Merry Christmas and a Happy New Year
    und auch im neuen Jahr so viele schöne Berichte und Fotos von Euch, das wünschen sich
    Eure
    Ruth und Jochen

  2. Barbara, the desk-sailor schreibt:

    Hi, liebe Freunde der karibischen Weihnacht – und hallo Ruth, Du warst schon beim 100m-Lauf immer die Schnellste ;-),
    heute hab ich Google Earth mal außen vor gelassen, mein Tag hat ja auch nur 24 Stunden …
    Hauptsache Euch geht’s gut, der Anker hält, und der Wienerwald liefert per Express-Drohne notfalls auch in die Peripherie.
    Um die angemessene Weihnachtsstimmung müsst Ihr Euch ja keine Gedanken machen, solange die lokale Musikszene unserem ausgebufften Haindling noch zeigt, wo der Hammer hängt.
    Tannenbäume und ihre sentimentalen Huldigungsgesänge sind in der Karibik wahrscheinlich sowieso total überbewertet.
    Aber Santa Claus gibt’s dort mit Sicherheit, wenn auch im atmungsaktiven Sommeranzug.
    Und von dem wünsch ich mir jetzt etwas:
    Eure Reisebilder haben sich nämlich, was die „Entfaltungskraft“ angeht, in der letzten Zeit deutlich verschlankt.
    Und bei dem angeblich gut gebauten Kite-Surfer war mal gleich komplett Schicht im Schacht.
    Das heißt: Ichkannjetztgarkeineamüsantenundinteressantendetailsmehrerkennen. Allesistsokleinundundefiniert,dasssogutwieallefeinheitenaufderstreckebleibenundmirundauchallenanderenbesucherneurerwunderbarenbarbacoseitendurchdielappengehen.
    Könntet Ihr bitte vielleicht wieder Eure alte Pixelschleuder anwerfen und uns – wie früher – die Megabytes über den großen Teich jagen? Das wäre sooo schön!
    Bis dahin Euch allen fröhliche Weihnachtstage und einen guten Rutsch!
    B&B

  3. Barbara, the desk-sailor schreibt:

    rwunderbarenbarbacoseitendurchdielappengehen. (Es handelt sich hierbei um die Restlieferung zu dem obigen Zeilensprenger. Das System hat offenbar unter der Buchstabenflut einen Schwächeanfall erlitten, das arme Ding.)

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