Jetzt wird’s British

Das Yachtservice-Unternehmen „Mechanique Plaisance“ auf Martinique hat das Getriebe der Barbaco termingerecht instand gesetzt.

In der Wartezeit haben wir uns noch mal ein Auto geliehen, jetzt verlangte der vor einigen Wochen noch soo „günstige“ Vermieter allerdings gleich 63% mehr, ohne mit der Wimper zu zucken. „Hochsaison!“ heißt das Schlagwort, da gibt’s nichts zum Verhandeln!

Unser erster Stopp war die Hauptstadt „Fort de France“. Am Samstag Nachmittag war nicht mehr viel los und die Stadt hat auch recht wenig zu bieten: ein Fort mit den üblichen Kanonen und die kopflose Josefine – Napoleons Gemahlin, die hier geboren wurde. Ein interessantes Gebäude ist die „Schoelcher“ Bibliothek im orientalisch inspirierten Jugendstil. Der Elsässer Schoelcher hat sich um die Abschaffung der Sklaverei auf Martinique verdient gemacht.

Nach einem Besuch des Zoos, sehr schön angelegt in einer ehemaligen      “ Rhum“ – Destillerie, unternahmen wir an der wilden Atlantikküste eine ausgiebige und anstrengende Wanderung – drei Stunden in Flipflops auf Klippen, nah am Abgrund, bergan, bergab über Steingeröllfelder , ohne Trinkwasser- selber Schuld!

An der Südküste ging es dann gemütlicher durch ein ehemaliges savannenartiges Salinengebiet zur Küste mit bizarren Resten eines unter Lava versteinerten Waldes.

Nach einem 36 – Stundentörn, zwei Nächte und ein Tag auf See, vorbei an Dominica und Guadeloupe, liegt die Barbaco jetzt im geschichtsträchtigen „English Harbour“ auf Antigua. Der Törn verlief entspannt bis plötzlich vor Dominika ca. fünf Baumstämme, so lang wie die Barbaco, auf unserer Route  trieben.  Wir hatten mal wieder Glück – keine Kollision!

In Nelson`s Dockyard prägen mächtige Wehranlagen und imposante Kolonialbauten die Docks aus dem achtzehnten Jahrhundert. Die historischen Gebäude wurden originalgetreu restauriert und beherbergen heute Pubs und Hotels im typisch englischen Stil und Yachtservice- Betriebe.

Im siebzehnten und achtzehnten Jahrhundert bauten die Engländer „English Harbour“ zum wichtigsten und am besten geschützten Flottenstützpunkt in der Karibik aus. Im Jahr 1784 übernahm Horatio Nelson das Kommando und startete von hier aus mit der Flotte der Leeward Islands zu siegreichen Seeschlachten.

Die einstige Zuckerinsel gehört heute dank ihres gehobenen Tourismus zu den wohlhabendsten Regionen der Karibik, sie ist ein Hotspot für die Kreuzfahrtschiffe genauso wie für die Megayachten dieser Welt. Die Natur ist allerdings nicht so üppig überbordend, wie wir es von den anderen Inseln kennen, sondern felsig, karg, mit Kakteen und niedrigem Gestrüpp, es gibt keine Quellen, Bäche und es regnet kaum. Das ist auch mal ganz angenehm!

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Gleich in der Nähe unseres Strandes führt ein steiler unwegsamer Trail durch eine sehr trockene Landschaft zu dem phantastischen Aussichtspunkt „Shirley Heights“. Von oben blickt man auf English Harbour, Falmouth Bay bis hin zu den Bergen des Antigua National Parks, beim genauen Hingucken kann man auch ein großes Krokodil und die kleine Barbaco entdecken.

 

 

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Eine Antwort zu Jetzt wird’s British

  1. Sabine K. schreibt:

    Am besten an eurem heutigen Post hat mir das Foto von dem Schild gefallen. Großartig – einmal auf „Hochfranzösisch“ und einmal in Umgangssprache, damit es auch jeder versteht! 🙂

    Viel Spaß euch weiterhin!

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