Fische auf Antigua

An unserem letzten Tag im „English Harbour“ unternahmen wir einmal etwas Touristisches : von dem kleinen Dorf Seaton aus werden spannende Wassertouren zur Stingray City vor der Küste organisiert, wo man mit Rochen schwimmen kann. Nach einer kurzen Info und Einweisung wurden wir zusammen mit etwa 50 Kreuzfahrern auf Boote verteilt und zu einer flachen Lagune gebracht.

Die Rochen leben dort frei im Windward Riff und sobald sie die ankommenden Motorgeräusche hören schwimmen sie herbei, weil sie wissen, dass es gleich frische Calamari gibt! Leider war an dem Tag der Atlantik ziemlich unruhig und aufgewühlt und man konnte die im seichten Wasser herum schwebenden Rochen nicht gut erkennen. Am Anfang ertönte ein vielstimmiges“ Huch“- Gequieke , wenn man wieder von einem der zahlreichen Rochen am Bauch oder Po gestreift wurde, aber nach kurzer Zeit hörten auch die Kinder mit dem Weinen auf und hatten ihren Spaß.

Die Oberseite der eleganten Schwimmer fühlt sich zwar speckig an, aber die Unterseite ist wie aus Samt. Vor dem langen stacheligen Schwanz sollte man sich aber in Acht nehmen und wer keinen Calamar zum Verfüttern hatte sollte die Hände aus dem Wasser nehmen, um nicht gebissen zu werden. Alles ging gut, natürlich!!

Auf Antigua im „English Harbour“ klarierten  wir aus, um noch zwei Nächte an der Atlantikküste in der „Nonsuch Bay“ zu verbringen.

Die Einfahrt ist wegen der hohen Brandung über einem Riff und einer engen Passage sehr kritisch. Ausgerechnet kurz bevor wir besonders gut aufpassen mussten, zog ein Fisch heftig an unserer Angel! Erstmalig nutzten wir, auf Edi´s Empfehlung hin, einen selbst umgebauten bunten Tintenfischköder mit Drilling. Erst nachdem die 66 cm lange Stachelmakrele an Bord war liefen wir in die Bucht ein.

 

Das letzte Bild zeigt den Blick von der Barbaco auf die Brandung über dem schützenden Riff – dahinter der offene Atlantik.

Mittlerweile ankert die Barbaco nach einem 24 h -Törn in der „Baie de Marigot“ auf „Saint-Martin“

Die kleine Antilleninsel, die am Martinstag des Jahres 1493 von Kolumbus entdeckt wurde, teilen sich Frankreich und Holland. Es gibt zwei Hauptstädte Philipsburg im Süden und Marigot im Norden. Im niederländischen Teil „Sint Maarten“ zahlt man mit dem Antillengulden, während man auf der französischen Hälfte mal wieder bequem mit dem Euro löhnen kann.

Beide Teile der Insel glänzen mit weißen Sandstränden und türkisfarbenem Wasser, mit Luxushotels und Restaurants, Duty Free Shops, Spielkasinos, Golf- und Tennisplätzen. Hier machen die Kreuzfahrtschiffe Station, unzählige Megayachten liegen in den Marinas und die Klappbrücken sehen aus wie in Holland.

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2 Antworten zu Fische auf Antigua

  1. norbert200 schreibt:

    Geil, da will ich auch hin

  2. Barbara, the desk-sailor schreibt:

    Hi, Ihr Rochenbändiger,
    „Sint Maarten“ habe ich als Urlaubsziel das erste Mal in den 90erJahren von einem Halb-Promi gehört, der sich (als Kollege auf Zeit) einen Rentenzuschuss klar machen wollte,
    Sint Maarten, das war damals der reine Luxus, nur noch getoppt von St. Barths, wo sich Gäste wie die unverwüstlichen Stones, die trinkfeste Princess Margaret und die nicht minder lebenslustige Prinzessin Stéphanie de Monaco den Perlenvorhang in die Hand gaben.
    Wahnsinnig exclusiv und genauso wahnsinnig weit weg (und überhaupt genauso wahnsinnig).
    Und da seid ihr jetzt, oder zumindest fast. Reschbeggd!
    Da wird die Luft nach oben ja langsam dünner.
    Ich denke bei weiteren Ankerplätze für Lady Barbaco an Perlen wie:
    St. Barths, die Bahamas, die Florida Keys und last but not least die Hamptons auf Long Island.
    Und dann is ers mal feddich.
    Aber die Barbaco findet mit Sicherheit wieder einen ganz eigenen Weg durch die Hotspots!
    So stay safe, clean and happy
    B&B

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