Unterwegs in der Dominikanischen Republik

Zwischen dem Atlantik im Norden und dem Karibischen Meer im Süden offenbart sich die ganze Vielfalt der tropischen Natur. Herrliche Sandstrände, raue Felsküsten und dichter Regenwald wechseln sich ab mit weiten Ebenen voller Kokosnuss -Plantagen, Tabak-, riesigen Zuckerrohr- und Reisfeldern.

Von Boca Chica aus fuhren wir mit unserem kleinen Leihwagen Richtung Osten über San Pedro de Macoris und La Romana zu der noblen Ferienanlage Casa del Campo. Für eine längere Besichtigung waren wir zu spät dran, es kostet natürlich Eintritt, deshalb ging es für uns gleich weiter auf der Autobahn.

Ein plötzliches Wummern verhieß nichts Gutes. Ein Plattfuß! Oh weh! und der Reifen war aufgerissen und ziemlich zerfetzt. Zum Glück lag ein Notrad im Kofferraum und es war schnell montiert. Mit dem Notrad wollten wir aber nicht vier Tage lang unterwegs sein und entschlossen uns zur Rückfahrt. Der Vermieter fackelte nicht lange und besorgte schnell einen passenden neuen „alten“ Reifen.

Neuer Tag, neues Glück! Die Halbinsel Samana sollte diesmal unser Ziel sein. Es dauerte nicht lange und schon war der „neue“ Reifen auch wieder platt. Gleiches Spiel: mit dem Notrad ging es weiter über die reichlich mit Schlaglöchern ausgestatteten Straßen. Ein übersehenes Loch wurde dann dem Notrad zum Verhängnis: Felge verbeult und Reifen platt. 😦

Zum Glück lag der leicht undichte „richtige“ Reifen schon wieder aufgepumpt im Kofferraum. Von da an füllten wir mehrfach täglich den Luftdruck an den Tankstellen wieder auf. 😦

Eigentlich wollte Klaus bei Nissan ein neues Notrad kaufen, aber ein Reifenhändler am Straßenrand konnte kurzfristig helfen. Er richtete mit ein paar kräftigen Hammerschlägen die Felge! Der Reifen war wieder dicht und hat den Test im Wasserbad überstanden. Die Kosten für die Reparatur beliefen sich ohne Trinkgeld auf einen Euro! 🙂

Wir wunderten uns von da an nicht mehr, warum auf Hispaniola ein Reifenhändler neben dem anderen liegt.

In der Bahia de Samana finden sich zur Zeit zwecks Paarung und Gebären viele Buckelwale ein. Wir haben einige von der Küste aus auf dem Weg dorthin beobachten können. Zum Fotografieren waren sie dann doch zu weit entfernt. ( Suchbild Wale) !

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Von Rio San Juan fuhr uns ein Boot in der Laguna Cri Cri herum, zuerst durch dichte Mangrovenwälder, vorbei an einsamen Stränden zu einer Kalksteinhöhle mit ganz tollen Stalagmiten und Stalaktiten, die wir aber beim besten Willen nicht erkennen konnten! Es war trotzdem nice, einmal nur Passagier auf einem Boot zu sein, vor allem waren wir ja bestens mit sicheren Schwimmwesten ausgerüstet.

Anschließend verbrachten wir noch ein paar Stunden in der wunderschönen Bucht La Careta mit ihrem glasklaren türkisfarbenen Wasser.

Hier schauten uns eine Reihe von Köpfen beim Baden zu. Sie sollen daran erinnern, dass die indigene Bevölkerung, die Taino, auf dieser Insel von den spanischen Eroberern komplett ausgerottet wurde.

Nach einem kleinen Abstecher in die Bergwelt, die sich zwischen Haiti und der Dom. Rep. als Cordillera Central erhebt, mit dem Pico Duarte – mit 3175 m Höhe der höchste Berg der Karibik – fuhren wir durch den chaotischen Verkehr der Hauptstadt Santo Domingo zurück nach Boca Chica.

An ihrer Boje liegt die Barbaco wegen dem vorgelagerten Riff so ruhig wie nie zuvor! Nur sonntags brummt hier am Strand der Bär und viele Motoryachten ankern um uns herum. Jedes Motorboot dreht seine Musikanlage bis zum Anschlag auf und am Strand dröhnt es alle paar Meter aus den Boxen, die auf den Autos aufgestellt sind. Natürlich hat jeder seine eigene Lieblingsmusik dabei!

Am Sonntag fließt hier sehr viel Rum, noch mehr Bier und die mitgebrachten Kühltaschen sind prall gefüllt mit ungesunden Leckereien. Dazu kann man an den Buden überall noch frittierte Papageienfische – sehr lecker – und ebenfalls frittierte Brotfladen zu sich nehmen. Mit der Dunkelheit, die hier eine Stunde später einsetzt als auf den kleinen Antillen, kehrt wieder Ruhe ein: die zahlreichen Kinder werden zusammengepackt und die Familien machen sich auf den Heimweg. Bis es am nächsten Sonntag wieder rund geht : Wumm-Wumm-Wumm!!!

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2 Antworten zu Unterwegs in der Dominikanischen Republik

  1. Barbara, the desk-sailor schreibt:

    Hi, Ihr Plattmacher,

    tja nun, reifen Reifen geht halt oft mal die Luft aus, time waits for nobody – das schwante auch schon Freddy Mercury.
    Aber der Mensch wächst ja auch bekanntlich mit seinen Aufgaben, und bei diesen
    Kautschuk-Künstlern hat ein Reifen wohl weit mehr Leben, als man einer Katze nachsagt.
    Zäh muß man halt sein in der Karibik.
    Egal ob als wandelnder Kleiderschrank, mobiler Backshop, zartgliedriger Esel unter Voll-Last oder überschlankes Buckelrind.
    Der bunt beflosste Papageifisch hätte wahrscheinlich am liebsten gleich eine Doppelportion Zähigkeit, dann würde er nämlich nicht frittiert im Brotfladen landen.
    Kein Wunder, dass es da am Wochenende „Volle Kanne Spaß-Alarm“ heißt
    Früher positionierten ja die Stenze ihr Kofferradio auf der Liegewiese vom Röthelheim-Bad und markierten so ihr Jagd-Revier akustisch mit Elvis, den Rolling Stones oder Rex Gildo.
    Was für eine Mucke ist denn in der Boca Chica derzeit angesagt?
    Caribbean Music mit Steel Drums und jeder Menge Lokalkolorit oder eher die internationalen Charts? Wahrscheinlich wurscht, Hauptsache lauter als ale anderen!
    Ach ja, ich habe gerade entdeckt, dass es im Internet-Radio 44 Caribbean Radio Stations gibt.
    Vielleicht ist auch ein Glückstreffer für den Hausgebrauch dabei.
    Und dann noch dazu das Lied der Buckelwale …
    „There she blows“ war der Ruf der Walfänger bei „Moby Dick“.
    Die Riesen in der Bahia de Samana haben bei ihrem Wasser-Ballett zum Glück nichts derartiges mehr zu befürchten, auch wenn sie ihre Atem-Fontänen nach wie vor verraten – wie auch auf Eurem long-distance Luft-Schnapp-Schuß.

    So long, keep on rockin‘ and believe us:
    Hot orange is a cool colour and it’s really becoming to you!
    B&B

  2. norbert200 schreibt:

    Keep ob rocking 🙂

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