Bei den Inkas

Mit vollgepackten Rucksäcken machten wir uns auf zum Airport Tocumen / Panama, um über Bogota nach Lima zu fliegen. Am Airport in Lima wurden wir sofort von zahlreichen zertifizierten nervigen Taxifahrern in Beschlag genommen, die uns zum Hotel fahren wollten. In der 8 Millionen Hauptstadt werden den Touristen für ihren Aufenthalt nur die Stadtteile Miraflores und Barranco empfohlen. Dort konnten wir uns frei bewegen und haben uns auch abends absolut sicher gefühlt.

Es war ein sonniger, angenehm warmer Sonntag und die Limanesen genossen ihre kilometerlange Seepromenade mit Jogging, Radeln, Rollerbladen und Picknicken in den zahlreichen Anlagen an der Pazifikküste.

Am nächsten Tag buchten wir über Peru Hop unsere Backpackerrundreise , die uns von Lima aus an der Pazifikseite entlang Richtung Süden bis nach Arequipa, über die Anden zum Titicacasee bis nach Cusco und zum Machu Picchu führen sollte.

Der Vorteil dieser Reisebusorganisation bestand darin, dass zwar die Streckenführung vorgegeben war, dass man aber an den verschiedenen Stationen solange bleiben konnte, wie man wollte.

Im Bus konnte man kurzfristig je nach Budget verschiedene Hostels oder Hotels reservieren lassen, man wurde dort abgeliefert und auch wieder abgeholt, bekam nützliche Tips für Restaurants und Ausflüge, die gleich gebucht werden konnten. In den Bussen waren neben einem Reiseführer vorallem junge Backpacker, die meist mehrere Wochen oder Monate in ganz Südamerika unterwegs waren.

Zu früher Stunde ging es in Lima zuerst auf einen Aussichtspunkt mit Christuskreuz und Kriegerdenkmal, von dem aus man wegen der schlechten Sicht nur wenig von den Ausmaßen der riesigen Stadt und von der Pazifikküste erkennen konnte, leider sah man nur die baufälligen Hütten der Slums, die sich gleich hinter den teueren, gut gesicherten Häusern den Hang emporziehen.

Wir fuhren dann stundenlang durch eine trostlose Landschaft, wo es nie regnet und nichts wächst, nur Wüste und Gestein.Vereinzelt wurden dort neue Siedlungen erstellt, aber wir konnten uns nicht vorstellen, von was die Leute  dort leben sollten.

Kurzfristig änderte sich das Landschaftsbild und man sah Felder, auf denen Gemüse, Obst, Mais, Baumwolle… angebaut wurden. Wie wir später erfuhren, wird das benötigte Wasser aus den Anden abgeleitet und somit den in den Bergen lebenden Indios entzogen. In einem großzügigen Park liegt ein stattliches altes Manorhouse mit Antiquitäten, Lüstern, einer Bibliothek, alten Gemälden, das wegen seiner hübschen dazu gehöhrenden Kapelle gern für Hochzeitsevents gebucht wird. Unter dem ganzen Gelände befindet sich ein reichverzweigtes Tunnelsystem, wo die Sklaven nach der offiziellen Sklavenbefreiung von ihren Herren versteckt  oder nach einem missglückten Fluchtversuch eingesperrt wurden.

Nach einer Übernachtung in dem kleinen Fischerdorf Paracas ging es mit einem Touriboot zu den „Islas de Ballestas“, dem „Galapagos für Arme“. Dabei rasten wir an einer Felseninsel vorbei, auf deren Gestein ein Kaktus aus der Vorinkazeit eingemeißelt ist, dessen Bedeutung aber bis heute nicht entschlüsselt werden konnte.

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Träge Seelöwen schmiegen sich anscheinend wohlig an die schroffen Felsen, Pinguine watscheln herum, rote Seesterne mit 35 Armen lassen sich von den Wellen umspülen und Millionen von Seevögeln tragen zur Guanogewinnung bei.

Durch ein baum- und strauchloses Reservat fuhren wir zu einem Sandplateau mit phantastischem Ausblick. Bis zum Horizont reichte eine Wüstenlandschaft in allen erdenklichen gelb-braun Tönen, die über einen roten Strandstreifen in die blaue Meeresbucht mit weißen Brandungswellen fällt. Einfach grandios.

Anschließend ging es von der Küste weg in die Oase Huacachina, die ringsherum von imposanten Sandsteilwänden umgeben ist. Eine Buggytour mit Sandboards für Touristen stand auf dem Programm. Mit einem Affenzahn wurden wir in diesen Fahrzeugen über die Sanddünen gejagt. Alles Kreischen half nichts, das schien unseren Fahrer nur noch mehr anzutreiben, halsbrecherisch die steilsten Hänge hinunterzujagen und oben an der abschüssigen scharfen Kante eine Schleuderbremsung hinzulegen. Wir wachsten unsere Boards und dann gings bergab, manche wagten es stehend wie beim Snowboarden, andere bäuchlings und einer sitzend wie auf einem Schlitten. Unten angekommen wurden wir eingesammelt und zum nächsthöheren, steileren und längeren Abhang befördert und so ging es weiter bis zum Sonnenuntergang. Es war einfach großartig in dieser Sandwüstenlandschaft!

Nach einem weiteren öden Streckenabschnitt näherten wir uns langsam der andinischen Gebirgskette. Unterwegs besichtigten wir von einem Turm aus die uralten „Geoglifes von Nazca“, über die man für billiges Geld fliegen und dabei das ganze Ausmaß auch eher bewundern kann.

Wir wollten lieber gleich in die schönste Stadt Perus, nach Arequipa, eine Stadt mit prachtvollen Kolonialgebäuden, Kirchen und Villen, die von drei mächtigen Vulkanen umgeben ist. Sie liegt auf 2335m Höhe und ist somit eine gute Möglichkeit um sich an die weitere Reise in höhere Lagen zu akklimatisieren. Auf dem Hauptplatz „Plaza de Armas“ findet das Leben statt, Touristen und Einheimische erholen sich im Schatten der großen Palmen, knabbern geröstete Maiskörner oder lutschen ein Eis, genießen bei Tag und Nacht den Anblick auf die schneeweiße Kathedrale, füttern die Tauben oder schlürfen auf den Balkonen der Lokale im 2. Stock die Lieblingsgetränke der Peruaner.

Pisco Sour ist ein Traubenschnaps mit Limone, Zucker, rohem Eiweiß (Vorsicht Salmonellen!) und viel Eis , statt Coca Cola trinken die Peruaner weitaus mehr ihr neongelbes Inca Kola, beliebt ist auch das rote Chicha Morena, das aus schwarzem Mais bereitet wird, der mit Nelken, Zimt und Zucker gekocht wird und für uns sehr weihnachtlich schmeckt und natürlich das süffige Cusquenabier.

 

Neben der Kathedrale, die wegen Erdbeben mehrfach neu gebaut wurde, besuchten wir natürlich auch den turbulenten bunten Markt sowie das ehemalige Dominikanerkloster Santa Catalina. Die Klosteranlage ist wie eine „Stadt in der Stadt“ angelegt, von mächtigen Mauern umgeben, hübschen engen Gassen mit Geranientöpfen,  kleinen Plätzen mit Steinbrunnen, Wohnräumen mit einfachen Schlafzellen, großen Küchen, Wäschereien, Gemeinschaftsbädern, Speisesälen, Kapellen, Gemüse- und Kräutergärten, und sogar ein eigener Friedhor durfte nicht fehlen. Eine besondere, fast mediterrane Atmosphäre entsteht durch die blau oder rostrot gestrichenen Wände der Häuser, Mauern und der Arkaden.

Im Museum Santuario Andinos statteten wir der Mumie Juanita, einem in Gletschereis konservierten, den Göttern geopfertes, 14-jährigen Inkamädchen, das 1995 auf über 6000m Höhe entdeckt wurde, einen Besuch ab. Die durch die Kälte nach ca. 500 Jahren noch gut erhaltene Mumie wird bis heute gründlich untersucht, um Licht in das Dunkel der Inkazeit zu bekommen.

Von Arequipa aus buchten wir bei einem lokalen Anbieter eine Zweitagestour zum Colca Canyon. Schon die Tage zuvor hatten wir uns zum Frühstück und auch tagsüber den Cocablättertee, der hier in allen Restaurants und Hotels angeboten wird und gegen die Höhenkrankheit helfen soll, einverleibt. Doch das war laut unserem Guide nicht genug an Prophylaxe. Gleich beim ersten Stopp mussten wir in einem kleinen Laden – wahrscheinlich Verwandtschaft! – spezielles teures mit Mineralien angereichertes Mineralwasser kaufen, extra gute teure Schokolade und Portionspäckchen mit frischen Cocablättern, denen eine Knetmasse als Katalysator beigelegt war. Wir bereiteten unsere Ration nach Anweisung vor, kauten darauf herum bevor wir sie für 30 Minuten an der Wangenschleimhaut deponieren durften. Nach Bedarf sollten wir diese Prozedur mehrfach wiederholen. Wir beließen es aber bei der einmaligen Anwendung,- der ganze Mund wurde pelzig, im Magen wurde es einem flau – und aßen stattdessen lieber unsere Schokolade.

Der Bus fuhr höher und höher bis zum Patapampa Pass auf 4900m, wir durften aussteigen und die Rundumaussicht auf die Vulkane bestaunen. Sofort setzten leichter Schwindel und Kopfschmerzen ein und jeder kleinste Schritt strengte schon an. Klaus wagte noch einen weiteren Anstieg zu den angeblich höchsten Toiletten der Welt. Die Frauen in den Andenregionen tragen ihre farbenfrohen kostbaren Trachten mit den typischen Hüten nicht als Festtagskleidung oder um mit ihren Lamas von den Touristen fotographiert zu werden, sondern es ist ihre Alltagskleidung, die sie auch bei der Feldarbeit tragen.

Bevor wir unser Quartier in Chivay bezogen, entspannten wir noch in den 38 Grad heißen Quellen in Calera. Abends wurde es dann sehr kalt und wir stiegen mit allen Klamotten, die wir dabei hatten, in die klammen Betten. Eine Heizung scheint es dort nicht zu geben, auch in den Lokalen war es eiskalt.

Am nächsten Morgen fuhren wir über einen kleinen Zwischenstopp in einem Andendorf mit Verkaufsständen für die Touristen, Lamas- und Vögelpresentationen das Colcatal entlang.
Anfangs werden noch beidseitig des Flusses auf den fruchtbaren Hangterrassen Gemüse und Obst angebaut bis sich dann der Fluss immer tiefer zwischen den engen steilen Felsschluchten hindurchschlängelt.
Der Colca Canyon erreicht eine Tiefe bis zu 3400m und bietet von oben grandiose Ausblicke. Am „Condor Cruz“ steigen alle Touristengruppen aus und starren gebannt hinunter in die Schlucht. Sie warten eigentlich nur auf den Moment, wenn die majestätischen Kondore aus den Tiefen emporsteigen und von der Thermik getrieben durch die Lüfte schweben. Zuerst waren sie in der Ferne nur als schwarze Punkte zu erkennen und schon ging ein Raunen durch die Menge, aber leider kamen sie nicht nahe genug zu uns heran.

Zurück in Arequipa mussten wir auf jeden Fall noch eine kulinarische Spezialität verkosten, die in vielen Restaurants angeboten wird und für peruanische Verhältnisse ausgesprochen teuer ist : Gegrilltes Meerschweinchen „Cuy“! In Peru werden die Tiere als Nutztiere gehalten und es sollen ca.65Millionen pro Jahr verzehrt werden. Uns hat das leider gar nicht geschmeckt, es war fast kein Fleisch dran und war nur fettig.
Da hielten wir uns in Zukunft doch besser an das leckere Ceviche, das Lomo Saltado oder das Alpacasteak. Peru wurde übrigens 2015 zur weltweit besten kulinarischen Destination gewählt. Und tatsächlich kommen angeblich sehr viele Gäste hauptsächlich wegen der guten vielfältigen peruanischen Küche ins Land. Auch wir können das nur bestätigen, obwohl wir nicht in den Sternelokalen gespeist haben. Wir waren mit dem Essen nicht besonders vorsichtig, haben Salat, Eis und kulinarische Spezialitäten von Straßenküchen gegessen und dann hat Klaus irgendwann Montezumas` Rache heimgesucht und er lag zwei Tage darnieder.

Am übernächsten Tag ging es dann mit dem Bus weiter in Richtung Titicacasee. Wieder fuhren wir über die andische Gebirgskette, dazwischen die Hochebene mit endlosem kargen Weideland, auf dem die  Vicunas, Lamas und Alpacas vor der vulkanischen Kulisse grasen, vorbei an Lagunen und baufälligen Hütten der Indios.
Der Titicacasee ist etwa 15mal so groß wie der Bodensee und liegt auf einer Höhe von 3812m. Somit ist er der höchstgelegene schiffbare Binnensee der Welt. Wir buchten eine Bootstour zu den Uros. Nur einige Hundert der 2000 Indigenen leben noch auf einigen der 49 schwimmenden Inseln aus Totoraschilf, aus dem  Material sie auch ihre Schilfboote, Häuser, Sonnen- und Regenschirme und ihre Matratzen machen. Auch als Nahrungsmittel findet die Wurzel des Schilfgrases seine Anwendung, weil es stark jodhaltig ist. Die gaze Tour lief natürlich total touristisch ab, weil die Uros ihre Kunsthandwerksartikel aus Stroh, ihre Decken, Stickereien , Alpakapullover, Handschuhe und Socken an den Mann bringen wollen. Monatlich müssen die Strohinseln , auf denen man sich auch all-inklusiv einmieten kann, eine neue Schicht bekommen, weil die unteren Lagen verfaulen und so muss ständig neues Schilf geschnitten werden.

Eine Nachtfahrt mit dem Reisebus führte uns schließlich zu unserer Endstation, der 3400m hoch im zentralen Andenhochland  gelegenen Kolonialstadt Cusco, dem Mittelpunkt des Inkareiches. Zur Einstimmung auf den Machu Picchu nahmen wir erst einmal an einer halbtägigen Bustour in die nähere Umgebung teil. Diverse Tempelanlagen und Opferstätten aus der Vorinkazeit, wie Sacsayhuaman, Qenqo, Pucapucara und standen auf unserem Programm, am nächsten Tag ein geführter Stadtrundgang in die zahlreichen Kirchen und Klöster, zu interessanten Kunsthandwerksläden, landestypischen Musikinstrumenten, versteckten Gassen, vielen alten Steinmauern und noch mehr Touristengeschäften mit Rucksäcken, warmer Kleidung und Souvenirs.
Auch hier war es abends und nachts sehr sehr kalt und wir kauften eine Mütze, Pullis und Jacken aus echter „Alpacawolle“, was vom Preis her einfach gar nicht möglich war.

Von Cusco aus werden in Hunderten von Büros Touren zum Machu Picchu angeboten. Es gibt geführte Trekingtouren von 1 bis 5 Tagen für den Inkatrail, Ein- und Zweitagestouren mit Bus und Zug, Bustouren mit anschließender dreistündiger Wanderung entlang der Bahngleise. Wir haben uns für die Eintagestour mit Führung entschieden. Um 3 Uhr früh wurden wir von einem Kleinbus abgeholt, stiegen in Ollantaytambo, da endet die Straße, in den Zug bis Aguas Caliente, dort wieder in den Bus, der uns zur Kasse brachte. Machu Picchu, was in quechua „Alter Gipfel“ bedeutet, ist eine Ruinenstadt der Inkas und liegt auf 2430 m Höhe. Sie gehört zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der Welt und wirklich, wir waren nicht allein. Zur Zeit ist absolute Nebensaisan und wir mussten nicht schon Wochen vorher ein Ticket vorbestellen. Wir hatten auch Glück mit dem Wetter, nur zeitweise nieselte es leicht, und wir konnten nach der Führung noch in Ruhe die imposante terrassenförmig angelegte Inkaanlage genießen. Um 23 Uhr kamen wir erschöpft in unserem Hotel an.

Am nächsten Tag besuchten wir noch den San Pedro Markt, der neben den leckeren frisch gepressten Säften, billigen Menues, Souvenirs, Kräutern, frischem Obst und Gemüse und ekligen Fleischteilen mit allerlei unbekannten medizinischen Mittelchen, Schlangenhäuten und Lamaembryos aufwarten konnte, dazu die farbenfroh gekleideten Frauen in ihren Trachten, die mit Stolz ihre seltsamen Hüte tragen, da kann man stundenlang entlangschlendern und immer wieder entdeckt man eine neue Kuriosität.

Nach einer entspannenden Ganzkörperinkamassage setzten wir uns bei strahlendem Sonnenschein in einen Doppeldeckerbus und ließen uns noch einmal durch die Gegend kutschieren. Zum Abschluss durften wir uns bei einem Schamanen mit viel Hokuspokus drei geheime Wünsche erfüllen lassen. Kann ja nie schaden!

 

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3 Antworten zu Bei den Inkas

  1. Barbara, the desk-sailor schreibt:

    Hi, Ihr Returner,
    endlich gibt es wieder mal etwas Neues aus Übersee von Euch.
    Allerdings muß ich mich erst einmal von den „Körperwelten“ der letzten Bildstrecke erholen.
    Es geht doch nichts über die Ästhetik eines LKW’s = Leberkäswecklas!
    Bis bald beste Weihnachts-Countdown-Grüße,
    B&B

  2. Ruth Ulrich schreibt:

    Toller Bericht! Wie Ihr wohl Weihnachten verbringt? Auf dem Boot Chicha Morena schlürfend, was durch seine Gewürze a bissle weihnachtliche Gefühle weckt?
    Anyway, bei uns wirds an Weihnachten wieder familiär- in erträglichen Mengen.
    So oder so wünschen wir Euch ein schönes Weihnachtsfest und fürs neue Jahr weiterhin so interessante und spannende Erlebnisse, wobei die Natur Euch stets gewogen sein möge.
    Liebe Grüße von
    Ruth und Jochen

  3. Barbara, the desk-sailor schreibt:

    Merry Christmas, Ihr Panamamas und -papas,
    da bin ich wieder.
    Die geheimen drei Wünsche waren bestimmt drei Kommentare zu Eurem unglaublich anschaulichen und bunt bebilderten Reisebericht durch Peru mit seiner rustikalen kalten Küche, gell?
    Also, wer bei uns dieses Jahr auf Weihnachten im Schnee hofft, muss die untere Hälfte der Fensterscheiben mit Alpina-Weiß anstreichen.
    Zum Glück wird es ja schon so früh dunkel, da muss man sich das trübgraue Elend nicht so lange ansehen …
    Zum 24. Dezember sagt der Wetterbericht für Euch dagegen mindestens 24 Grad voraus.
    Habt Ihr eigentlich zur atmosphärischen Unterstützung einen (Plastik) -Weihnachtsbaum an Bord? Lametta? Mundgeblasene Glaskugeln aus Lauscha? Ein kleines handgeschnitztes Kripperl?
    Ein Lämmchen hat die Skipperin ja schon der buntgewandeten Schäferin abgeschwatzt.
    Sollte damit das Festtagsmenue …?
    Im Gegensatz zur bildreich dokumentierten Inka-Küche haben wir uns für ein zahnloses Weihnachtsessen entschieden. Wir essen diesmal nichts, was Zähne hat(te).
    Siiiifuuuud heißt die Parole! Mit großzügig Knoblauch gegen die bösen Geister in den bevorstehenden Raunächten.
    Ein kleines Geschenk für Euch gehört an einem Tag wie diesem natürlich auch dazu.
    Es entstand ungefähr zur gleichen Zeit wie der Captain und ist zu 100% vegan.
    Und es ist in mehrfacher Hinsicht ein Gedicht, denn es heißt:

    Der Bratapfel
    Kinder kommet und ratet
    was im Ofen bratet!
    Hört, wie’s knallt und zischt!
    Bald wir er aufgetischt,
    der Zipfel, der Zapfel,
    der Kipfel der Kapfel,
    der gelbrote Apfel.

    Kinder, lauft schneller,
    holt einen Teller,
    holt eine Gabel!
    Sperrt auf den Schnabel,
    für den Zipfel, den Zapfel,
    den Kipfel, den Kapfel,
    den goldbraunen Apfel!

    Sie pusten und prusten,
    sie gucken und schlucken,
    sie schnalzen und schmecken,
    sie lecken und schlecken
    den Zipfel, den Zapfel,
    den Kipfel, den Kapfel,
    den knusprigen Apfel.

    Und damit fröhliche, leckere Weihnachten
    und einen guten Rutsch in ein gesundes, friedliches neues Jahr!
    B&B

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