Raiatea Carenage

Mit einem entsprechenden Dokument vom Zoll zahlen die „Yachten in Transit“ in Papeete nur 0,65€ statt 1,30€ pro Liter Diesel, weil sie von der Steuer befreit sind!
So eine günstige Gelegenheit kommt vermutlich so schnell nicht wieder und er Tank und die Kanister sind gerade randvoll! 🙂
Leider wird der Diesel in dieser windarmen Gegend auch dringend gebraucht und wird nicht sehr lange vorhalten! Grrr!

Nach einer Woche in der Hauptstadt Papeete wollte ich weiter. Ein eintägiger Törn führte die Barbaco auf die Insel Raiatea.
Die reparierte Genua sieht wieder gut aus! Die hellen Felder im Zentrum des Segels mussten erneuert werden, weil das Material seine Festigkeit verloren hatte. Ob sie auch gut hält wird sich beim nächsten kräftigen Wind herausstellen!

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Ein Barriereriff umgibt auch die idyllische Insel Raiatea. Aber die Riffpassage ist breit und gut betonnt und kann alsolut problemlos befahren werden.

Ankern ist wegen der Wassertiefe von über 25 m an den ausgewiesenen Ankerplätzen bei den 60 m Kette der Barbaco allerdings sehr riskant! Sicherheitshalber sollte man mindestens die dreifache Wassertiefe als Kettenlänge haben!
Deshalb wählte ich aus verschiedenen Marinas die Marina Apooti auf der Westseite der Insel als Liegeplatz. Es gibt in der Marinaeinfahrt einige wenige Gastliegeplätze. Ansonsten ist die Marina komplett mit Charterschiffen belegt.

Im Dorf Apooti gibt es zwei kleine Supermärkte, eine Kirche und ein Restaurant mit nur drei chinesischen Gerichten zur Auswahl. Aber alles wird frisch und lecker zubereitet!
Jeden Abend ertönt lautes und weithin vernehmbares Trommeln aus dem Dorfzentrum. Dort üben die Insulaner für die am 11 Juli beginnende „Heiva I Tahiti“, einem zweiwöchigen Festival in der Hauptstadt Französisch Polynesiens, ihre Tänze ein.

Nach ein paar Tagen in der Marina kam die Barbaco dann für sechs Tage in der Carenage Raiatea an Land. Weil der Travellift etwas zu klein geraten ist, wurde sie gewendet und die Achterstagen mussten demontiert werden – ziemlich aufwändig, aber die ganze Prozedur verlief sehr professionell.

Das Unterwasserschiff brauchte dringend einen neuen Antifoulinganstrich. Nach zwei Jahren war von dem alten selbsterodierenden Bewuchshemmer, den ich in Trinidad Tobago aufgebracht hatte, fast nichts mehr vorhanden.
Ich nutzte die Gelegenheit um den Rumpf auch über der Wasserlinie neu zu streichen. Der „neue“ grüne Polyurethan – Lack hatte auf dem alten blauen Alkyd Lack leider nicht gut gehalten und war an mehreren Stellen abgeblättert.
Den Wasserpass habe ich gleich mit neu gestrichen. Da es in Papeete keine rote Farbe gab, ist er jetzt schön beige geworden. 😉

Zum Glück kommt sie morgen frisch gestrichen wieder in ihr Element und die anstrengende Arbeit bei 30 Grad ist geschafft 🙂 🙂

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Die Zeit im schönen „Archipel de la Societe“ mit ihren sehr gastfreundlichen Menschen geht so langsam zu Ende. Ein letztes mal noch werde ich in der Inselhauptstadt Utoroa gemeinsam mit Dieter und Sybille in einem der wunderbaren französischen Supermärkte einkaufen um Vorräte für den nächsten Törn zu bunkern.

Danach, nach einem kurzen Aufenthalt auf der angeblich schönsten Insel der Welt – Bora Bora – geht es weiter in Richtung Westen.

Die Cook Inseln liegen vor dem Bug! 🙂

 

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