Im Outback

Die Barbaco ankerte halbwegs gut geschützt vor Wind und Welle hinter der Insel „Great Keppel Island“. Sie gehört zu den 19 Inseln des „Keppel Bay Islands National Park“. Die Unterwasserwelt soll sehr vielfältig sein – uns waren die 23 Grad Wassertemperatur zum Schnorcheln aber zu kalt.
Überhaupt sind die Temperaturen zur Zeit für unser Empfinden sehr niedrig. Obwohl wir dem Südlichen Wendekreis der Sonne sehr nah sind, und damit schon fast wieder in den Tropen, ist es mit 11° in der Nacht und 25° am Tag ziemlich kalt.

Auf der Insel gibt es ein schön gelegenes Resort, unberührte Natur und menschenleere Strände.
Birgit war beim Anlanden mit dem Schlauchboot ins Wasser gefallen. Aber die Luft war warm und die Sonne schien, so dass ihre Kleidung nach unserem Landgang schon wieder trocken war. 🙂

Unser nächstes Ziel war die nahe gelegene „Keppel Bay Marina“. Mit dem kostenlosen Leihwagen der Marina konnten wir unsere Vorräte im Supermarkt in Yeppoon wieder ergänzen.
Birgit legte einen Waschtag ein und Klaus musste das Schauchboot erneut kleben.
Der von Talamex verwendete Kleber hält nach nur vier Jahren und trotz UV- Schutz nicht mehr! Eine Klebestelle nach der anderen muss mit Zweikomponentenkleber erneuert werden. 😦

Nur eine Tagesreise mit einem Leihwagen entfernt, in Richtung Westen, liegt die Stadt Emerald in den „Central Highlands“. Gegründet wurde sie als Basis für den Bau der Eisenbahnlinie und wuchs im Goldrausch der 1880er Jahre. Über die Eisenbahn wird heute die im Tagebau abgebaute Kohle zum Hafen von Rockhampton transportiert.
Die Züge werden von zwei Lokomotiven am Anfang des Zuges und einer weiteren in der Mitte gezogen. Wir haben 103 der großen Schüttgutwagen gezählt!

Neben dem Uranexport ist der Kohleexport für Australien ein wichtiger Wirtschaftszweig und über 75 % der elektrischen Energie wird in Australien mit Kohle erzeugt!
Leider konnten wir aber keine der großen Abbaustätten besichtigen.

Aber wir konnten das große Saphirfeld westlich der Stadt besichtigen. Dort wurde der „Star of Queensland“, der schönste schwarze Saphir der Welt, gefunden.

Bei der detaillierten Törnplanung für die weitere Reise der Barbaco hatte sich herausgestellt, dass man ein Visum bei der Einreise nach Papua Neuguinea (PNG) nicht in jedem Hafen, sondern nur in der Hauptstadt Port Moresby oder in Tokua erhalten kann. Beide Orte liegen jedoch, auch wegen der hohen Kriminalität, nicht auf unserer Route. Zum Glück gibt es aber in Brisbane eine Vertretung PNGs.

So unternahmen wir eine spannende Tagestour durch das Outback dorthin.
Da unser Leihwagen nur einen kleinen Tank hatte, stoppten wir an jeder Tankstelle um immer eine möglichst große Benzinreserve vorrätig zu haben. Die Highways im Outback sind leer, teilweise staubig und eng und die Orte mit Tankstellen rar!

Nur alle 15 Minuten kam uns ein Auto entgegen. Trotzdem musste man immer gut aufpassen:
Unzählige tote Kängurus lagen auf der Fahrbahn und es gab immer wieder mal ein Schlagloch, das unserem kleinen Auto zum Verhängnis geworden wäre.
Dummerweise mussten wir einen fast 100 km langen Umweg in Kauf nehmen: Google Maps wollte uns über eine lange ungeteerte Piste schicken. Das wollten wir aber weder uns noch unserem Auto antun. So wurden aus den 870 km zwischen Emerald und Brisbane über 950 km. Grrr!

Laut unserer telefonischen Anfrage vorab bei der Vertretung PNGs dauert die Visaerstellung sieben Arbeitstage. Entsprechend überrascht waren wir, dass wir schon nach einem Tag unsere Visa und unsere Pässe wieder in den Händen halten konnten.
🙂 🙂

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