Krokodile, Aborigines und mal wieder eine Reparatur

Unser nächster großer Törn wirft seine Schatten voraus. Vor uns liegt ein viertel Jahr mit nur sehr eingeschränkten Reparaturmöglichkeiten. Sowohl in Papua Neuguinea (PNG) wie auch in weiten Teilen Indonesiens soll die Infrastruktur für Segler nur minimal sein.
So wurde der Motor der Barbaco von Klaus gründlich gewartet – der Keilriemen wurde getauscht, der Impeller der Seewasserpumpe kontrolliert, … und das Getriebeöl musste mal wieder gewechselt werden. Beim anschießenden Probelauf stellte sich heraus, dass die Kupplung rutscht und der Vorwärtsgang mit fünf Sekunden Verspätung einkuppelt! Grrr! 😦

Das bedeutet, dass die Getriebeüberholung bei „Mecanique Plaisance“ auf Martinique nur ca. 1000 Betriebsstunden gehalten hat. Ein Witz bei 1.800,-€ Kosten!

Da wir in erreichbarer Entfernung keine ZF – Servicewerkstatt gefunden haben, bekam die Barbaco ein neues Getriebe!
Bei „Boatworks“ an der Goldcoast bestellt, kam es nach nur zwei Tagen in der Marina an und kostete 300,-€ weniger als die Reparatur des alten vor zwei Jahren! Und als „Yacht in Transit“ bezahlt man keine Steuern! 🙂 🙂
Den Umbau der Anbauteile und den Einbau erledigte der Skipper selber.

DSC02873

Aber es gab nicht nur die Arbeit auf der Barbaco.

Gemeinsam mit Elke und Jochen von der Vitania besuchten wir eine nahe gelegene Krokodilfarm. Neben vielen Infos über die Urzeittiere und einem interessanten und leckeren „Krokodil“ – Mittagessen gab es auch ein paar nützliche Tipps für unsere Reise nach PNG:
Zum Beispiel, woran man Krokodilgelege erkennt, dass diese von der Mutter bewacht werden, dass man nicht auf Bäume klettern soll um sich zu schützen (Krokodile kommen nämlich ohne zu trinken drei Monate aus!) und welchen Weg man für die Flucht bevorzugen sollte!
In PNG gibt es nämlich noch wesentlich mehr Krokodile als an den Küsten Australiens!!!

 

In Rockhampton besuchten Birgit und Klaus das „Dreamtime Cultural Centre“.
Wir waren die einzigen Besucher und lernten von unseren beiden Museumsführern, einer stammt aus PNG, viel über die Aborigines und ihre Geschichte. Die passende musikalische Begleitung kam von einem Didgeridoo.
Die Ureinwohner Australiens kannten zwei Arten von Bumerangs: Man kann damit auf die Jagd gehen oder Sport betreiben.
Auch die Besatzung der Barbaco kann jetzt einen (Sport-) Bumerang so werfen, dass er (fast 😉 ) zurück kommt! 🙂

Obwohl das neue Getriebe mittlerweile eingebaut ist und der Wind passt, müssen wir noch ein paar Tage in der „Keppel Bay Marina“ bleiben. Ein Kühlwasserschlauchanschluss am Motor aus Gusseisen ist gebrochen. Zum Glück ist das Problem in Australien aufgefallen und nicht erst in PNG oder Indonesien!
Es gibt zwar eine Firma hier in der Nähe in Yappoon, die diese Reparatur vornehmen kann, aber erst einmal gibt es einen Feiertag:
Eid al-Fitr, das Fest des Fastenbrechens der gläubigen Muslime.

So werden wir bis mindestens Anfang der kommenden Woche Wanderungen entlang der traumhaft schönen und fast menschenleeren umliegenden Strände der Rosslyn Bay und deren kleine Berge unternehmen.

Und wie immer, war Mr. James Cook schon vor uns da gewesen. 😉

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Eine Antwort zu Krokodile, Aborigines und mal wieder eine Reparatur

  1. norbert200 schreibt:

    Coole Nummer Klaus. Glück, dass ihr alles vor der Reise gecheckt hat. Falls du das noch liest, gute Reise.Norbert

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