An Lomboks Südküste

Den Dreitagetörn vom Westende der Insel Flores nach Bali verkürzten wir um einen Tag und legten einen Zwischenstopp an der Südküste der Insel Lombok ein.
In Lubuan Bajo, unserem letzten Ankerplatz am Westende von Flores, hatten wir uns über die Lage auf Lombok nach den Erdbeben informiert. Man versicherte uns, dass Touristen, insbesondere an der Südküste Lomboks, willkommen sind.
Der Südosten Lomboks gilt noch als Geheimtipp, er ist nur wenig touristisch entwickelt und in unserem Reiseführer findet man nichts darüber zu lesen. Aber die Wellen sind laut Segelführer weltklasse und bei Surfern aus Australien sehr beliebt.

Auf hoher See kam uns ein großer weißer Mantarochen direkt neben der Barbaco entgegen. Die Tiere können bis zu 5 m „Flügel-“ Spannweite erreichen und sind in der Region um Bali und Lombok zu Hause.
Frühmorgens, wo der Wind noch schwach und die Wellen niedrig waren, erreichten wir unseren sehr geschützten Ankerplatz in der Awang Bay, direkt vor dem „Heaven on the Planet“ Resort.

Die Bucht ist übersäht mit unzähligen beleuchteten und unbeleuchteten schwimmenden Plattformen, mit deren Hilfe Lobster für die Touristen an der Nordküste gefangen werden.

Unsere Landgänge durch das nahe gelegene Dorf waren sehr interessant. Wir wurden herzlich von den Erwachsenen und den Kindern empfangen. Es gibt hinreichend viele Englisch sprechende Leute, sodass die Verständigung ganz gut funktioniert.
Mehrere Häuser sind durch die Erdbeben beschädigt und deren Bewohner schlafen immer noch in selber gebauten Notunterkünften.

In dem abgelegenen Dorf hatten wir auch Gelegenheit unsere Geschenke, ursprünglich für Papua Neuguinea gedacht, zu verteilen. Die Kinder freuen sich riesig über Hefte, Buntstifte und Lutscher.

Es gibt zwei winzige Geschäfte und einen fliegenden Händler. Bei ihm kostet eine Tüte Tomaten 0,10 €.

Im Dorf ist nicht viel los. Jede Familie hat ein paar Ziegen und Hühner und viele Frauen sind mit Flechtarbeiten beschäftigt. Sie freuen sich sehr wenn sich jemand für ihre Arbeit interessiert und noch mehr, wenn jemand etwas kauft. 😉

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Es gibt dort eine Warung (= einfaches Restaurant) und ein Resort, bestehend aus zwei kleinen Gästehäusern, einem kleinen Pool und dem Restaurant.
Wir kennen beide Küchen und können sehr Gemüsecurry mit Reis in immer wechselnden Variationen empfehlen. Die Preise variieren zwischen zwei und vier Euro für ein sehr leckeres Hauptgericht.

 

An unserem schönen ruhigen Strand kann man die heißen Nachmittage im Schatten eines Pavillion und im beständigen Wind entspannt genießen. Dass wir dort waren, hatte sich schnell bei Groß und Klein herumgesprochen.

Am Unterwasserschiff der Barbaco war leider trotz des neuen Antifoulinganstrichs schon wieder Bewuchs zu sehen! Zum Glück ging er leicht ab, sodaß zwei Männer aus dem Dorf nach knapp zwei Stunden den Rumpf mit ihren Topfkratzern reinigen konnten. Wie auch in anderen Ländern ist der Rum danach bei den Tauchern sehr beliebt. 😉

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Das Resort „Heaven on the Planet“ kann man besichtigen. Es liegt hoch oben über der Bucht. Die ca. 15 Gäste kamen aus Australien und Neuseeland. Da man als Besucher keinen Kaffee kaufen konnte, bekamen wir einen geschenkt und wir hatten eine sehr schöne Aussicht über die weite blaue Bucht inkl. der Barbaco. 🙂 🙂

Leider hatte der Wind in den letzten Tagen zugenommen. Die Wellen wurden immer höher und brachen sich auch an unserem Strand. Damit wäre das Anlanden mit dem Dinghy zum Glücksspiel geworden und so blieben wir einen Tag an Bord. Aber zum Glück gibt es auf einem alten Segelschiff immer etwas zu tun. 😉
Der Skipper nutzte die Gelegenheit und besserte endlich die Lackschäden am Holzaufbau des Vorschiffs aus.

Bald geht es weiter. Nur noch ein Tag bis Bali! :-):-)

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