Selamat datang zurück auf Bali

Nach sechs Wochen Heimataufenthalt flogen Birgit und Klaus zurück nach Bali; im Gepäck war auch ein neues Schlauchboot. Damit hatte Klaus leider 5 kg Übergepäck was bei Qatar Airways 350,- US$ Kosten bedeutet! Zum Glück konnten wir das Übergepäck durch umpacken aus Birgits Koffer in ein weiteres Handgepäckstück ausgleichen! 🙂

Das alte Schlauchboot vom Hersteller Talamex war nach nur fünf Jahren trotz Sonnenschutz dermaßen undicht und praktisch irreparabel, dass nicht ein mal mehr die Balinesen, die eigentlich alles brauchen können, es noch haben wollten. 😦

Die ersten Tage an Bord der Barbaco verbrachten wir mit Vorbereitungen für den nächsten Törn, schließlich wollen wir für ein paar Wochen nach Kalimantan und einige abgelegene Inseln in der Javasee besuchen.
Unsere „Freizeit“ verbrachten wir im Ferienort Sanur, den wir bequem mit dem neuen Dinghy erreichen konnten.

Dort waren wir nicht die einzigen Touristen. Der Emir von Katar war auch da, zumindest lag seine Yacht am Steg. 😉
Zur Zeit sind 22 Besatzungsmitglieder an Bord, die jederzeit auf den Besuch des Eigners vorbereitet sind. Auch ein deutsches Besatzungsmitglied ist dabei: Als Koch ist er für die Bordküche verantwortlich. Der Emir bringt aber für sich und seine Gäste zusätzlich arabische Köche mit.

Mit der Rückkehr des Passatwindes hat auch die Drachensaison wieder begonnen. Das Steigenlassen der riesigen Fluggeräte ist echte Teamarbeit und es werden mehrere junge Männer gebraucht um einen Drachen zu halten!

Nebenbei stand Birgit auch noch für eine Saftwerbung zur Verfügung! 😉

Unser erster Törn verlief leider nicht gut. Bei 6 kn starker Strömung in der „Badung Strait“ zwischen Bali und Lembongan fing der Motor erst an zu stottern und ging dann ganz aus!
Die Ursache war schnell gefunden: der Dieselschlauch vom Tank zum Vorfilter war verstopft.
Da Freiblasen nicht gelang musste der Diesel notdürftig über einen Gewebeschlauch aus dem Tank direkt zur Dieselpumpe geleitet werden. Die notdürftige Reparatur dauerte wegen der ungünstig gebauten Doppelfilteranlage unnötig lange. Ca. 30 Minuten segelte Birgit deshalb gegen die starke Strömung an.
Der Motor sprang zum Glück wieder an und wir waren heilfroh am Abend wieder sicher an unserer Boje zurück in Serangan angekommen zu sein.

An den nächsten zwei Tagen sah es an Bord dramatisch chaotisch aus! Durch die Revisionsöffnung haben wir den Diesel abgesaugt und durch Lappen gefiltert zurückgeleitet. Auf der Barbaco stank es überall erbärmlich nach Diesel. Das Ergebnis kann sich aber sehen lassen: ca. 1L Teerschlamm, vermutlich aus Ecuador, konnten wir herausfiltern.
Nachdem nun die Doppelfilteranlage durch einen Einfachfilter ersetzt, alle Schläuche gespült und neue Filter eingesetzt sind, läuft der Motor jetzt wieder so rund wie zuvor.

Vor dem nächsten Versuch Bali zu verlassen, wollten wir den Filtervorrat für den Motor jedoch noch ergänzen.
Leider war es nicht möglich zur Nanni – Vertretung in Indonesien Kontakt aufzunehmen. Keiner geht ans Telefon und niemand antwortet auf Mails.
Ähnlich ist es mit der „Mannfilter“ Vertretung in Surabaya auf Java: Auf unsere schriftliche Bestellung wurde nicht geantwortet. 😦

Geholfen haben mal wieder die jungen Männer von Serangan Yacht Service. Ein Motorspezialist konnte auf Java die passenden Filter eines anderen Herstellers für uns bestellen. 🙂

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