Salamat datang auf Pulau Bawean

Nachdem der Motor der Barbaco endlich wieder zuverlässig funktionierte, machen wir uns entspannt auf den Weg von Lombok in Richtung Westen. Wind und Wetter sind praktisch täglich gleich: Die Wasser- und Lufttemperaturen betragen ca. 30 Grad, am Himmel gibt es ein paar Schäfchenwolken und der Wind kommt mit 14 kn aus Südosten. Perfekt!

Unser erstes Ziel war eine Bucht im Süden der Insel Kangean. Leider war unser Ankerplatz in der weiträumigen Buch ziemlich unruhig und weit und breit war keine Möglichkeit zum Anlanden mit unserem Schlauchboot zu entdecken.
Als dann auch noch ein aufdringlicher Einheimischer nach Cola und Süßigkeiten fragte, sich dabei das Deck und die Ausrüstung der Barbaco ausgiebig betrachtete und einfach nicht wieder verschwinden wollte, lichteten wir kurzerhand den Anker und segelten weiter.

Nach einer weiteren Nacht auf See erreichten wir die kleine Insel Bawean, mitten in der Java See gelegen. Wir ankerten im Norden der Insel in super klarem Wasser auf 8 m. Der Grund bestand aus hartem Sand in dem Barbacos Anker erst nach sechs Versuchen zuverlässig hielt.

Nach einer ausgiebigen Pause fuhren wir mit dem Dinghy an Land wurden wir in der Warkop (=kleines Restaurant) Labhuan sehr freundlich empfangen.

Nach einem Kaffee fuhr uns einer der Söhne mit seinem Scooter einzeln in den 3 km entfernten Ort. Dort gibt es einen Markt, ein paar kleine Geschäfte und einige weitere Warkops.

Wir wollten uns die 11 x 18 km große Insel bei einer Tagestour anschauen. Da die Straßen zum Teil recht schlecht waren verzichteten wir darauf selber mit einem Scooter zu fahren und bestellten uns für den nächsten Tag in „unserer“ Warkop ein Auto mit Fahrer. Zum verabredeten Zeitpunk war das Auto da und nach einem Kaffee ging es los. Aus einer Dreipersonenrundfahrt wurde ein schnell ein Familienausflug: es kamen so viele Leute mit, wie ins Auto inkl Kofferraum passten. 🙂 🙂

Es gibt auf Bawean praktisch noch keinen Tourismus. Seit wir Lombok verlassen hatten trafen wir kein ausländisches Schiff und auch keinen Ausländer mehr. Um so herzlicher sind die Menschen, versuchten mit uns ins Gespräch zu kommen und wollten immer wieder mit uns fotografiert werden.

Seit ca. zwei Wochen wird in den Muslimischen Ländern der Ramadan begangen. Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang essen und trinken die gläubigen Erwachsenen nicht. So wird das Abendessen, direkt nachdem die Sonne hinter dem Horizont verschwunden ist, zu einer täglichen ausgiebigen Familienfeier. An unserem letzten Abend auf der Insel mit ihren freundlichen Einwohnern waren wir dazu privat in der Warkop eingeladen. 🙂 🙂

Es wurde ein sehr schöner Abend. Die Gastgeberin hatten diverse Speisen vorbereitet – kleine Krebse in sehr leckerer Soße, gebratene Fische, frittiertes Huhn, gebratene Hühnerköpfe ohne Schnabel, Reis und süßer Kuchen mit Knabbereien.

Der Abend endete mit dem Austausch von Geschenken und einer Gegeneinladung nach Deutschland für die Söhne des Hauses.
Wir werden die Insel Bawean, ihre Bewohner und die Warkop Labhuan in sehr guter Erinnerung behalten.

Mittlerweile ankert die Barbaco im Kumai River vor der kleinen Stadt Kumai auf Kalimantan (früher Borneo) und ihre Crew freut sich auf eine Orang Utan Tour durch den Dschungel.

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