Visa run nach Langkawi / Malaysia

In Langkawis Hauptstadt Kuah ist die Einreise für Segler kein Problem. Die drei notwendigen Behörden sind im gleichen Gebäude untergebracht und die Prozedur ist innerhalb einer Stunde getan.

Nachdem das erledigt war und ein netter Nachbar, der schon seit mehreren Jahren in Asien unterwegs war, uns die ersten Restaurant – und Einkauftipps gegeben hatte, unternahmen eine mehrtägige Inselrundreise mit der Barbaco. Dabei traf Klaus traf Bekannte von den Kanaren und aus Panama wieder. Das Hallo war wie immer bei solchen Gelegenheiten groß! 🙂 🙂

Natürlich durfte ein Besuch der Hauptattraktion, der sky bridge, dabei nicht fehlen. Wer genau hinschaut, kann die Barbaco an ihrem Ankerplatz vom sky walk aus sehen.

Auffällig viele große und kleine Kreuzfahrtschiffe lagen ohne Kundschaft vor Anker, vermutlich eine Folge der Corona Virus Krise.

Nachdem wir Langkawi umrundet hatten, war unser nächstes Ziel die Nachbarinsel Penang mit seiner Inselhauptstadt George Town.
Die Entfernung ist an einem Tag gerade so eben für die Barbaco zu schaffen. Und für eine Nachtfahrt ist der Törn leider auch nicht geeignet:
Unzählige Fischfallen aus Bambusrohren stehen im relativ flachen Wasser und müssen von den Schiffen im Zick Zack Kurs umfahren werden. Sie sind selbst im Hellen nur auszumachen, wenn man gut aufpasst. Auf dem Radar sieht man sie gar nicht.

Den Aufenthalt in der modernen „Straits Quay Marina“ können wir sehr empfehlen. Das historische Stadtzentrum ist von dort mit einem Grab Car schnell und preiswert zu erreichen und ein Tesco Supermarkt ist nur 5 Minuten zu Fuß entfernt. Die Zufahrt ist allerdings in der Nähe der Hafeneinfahrt sehr flach und nur um Hochwasser herum tief genug. Die Preise sind moderat, eine Nacht kostet für einen 11 m Monohull nur 10,-€

Klaus beantragte bei der Thailändischen Botschaft ein 60 Tage Visum und wir nutzten die eintägige Wartezeit um die alte Kolonialstadt mit ihren schön renovierten Gebäuden in Little India und Chinatown zu besichtigen.

Zurück auf Langkawi bevorrateten wir die Barbaco bis unters Dach! Da die Insel steuerfrei ist kostet beispielsweise ein Liter Diesel nur 0,40 €, da macht es fast Spaß 450 Liter zu bunkern! 😉

Nach einem Monat, Ladda als Thailänderin bekommt leider nur ein Visum für 30 Tage, machten wir uns schon auf den Rückweg nach Phuket.

Der Törn verlief nicht so entspannt wie sonst!

Leider fielen beide Lichtmaschinen aus, bei einer brach die Halterung am Motor und die andere brachte keine Leistung mehr. Eigentlich ist das für einen 1,5 Tagetörn kein Problem, die Batterien waren fast voll und die Solarzellen funktionierten – trotzdem ist es besser, wenn alles funktioniert.

Da der Wind schwach war musste der Motor ununterbrochen laufen. Dummer weise rammte die Barbaco kurz nach Sonnenuntergang irgendetwas, es gab einen lauten dumpfen Knall am Rumpf!Danach lief der Motor für ein paar Sekunden extrem rauh und die Drehzahl ging zurück, stieg dann aber zu Glück wieder an. Allerdings machte die Barbaco nur noch sehr wenig Fahrt! Die erste Befürchtung, dass die Welle oder das Getriebe einen Schaden genommen hatten, bestätigte sich zum Glück nicht. Es musste also etwas in der Schiffsschraube sein.
Leider war wegen dem ca. 50 cm hohen Seegang an einen Tauchgang nicht denken.

Als dann in einer kurzen Böe auch noch die vor kurzem erst reparierte und geprüfte Genua riss, ging es mit nur noch einem Segel und wenig Wind nur noch unmerklich vorwärts. Mit 1-2 kn erreichten wir mit zwei Tagen „Verspätung“ und fast leeren Batterien unseren Ankerplatz vor der Beachbar auf Phuket. Jetzt liegen erst mal wieder einige Reparaturen an.

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Das Corona Virus macht auch vor Thailand nicht halt. Die Fallzahlen sind zur Zeit aber klein und die Häfen sind (noch?) für die Segler offen. Am Chalong Pier verläuft die Anmeldung wie immer, außer, dass den Neuankömmlingen die Körpertemperatur auf der Stirn gemessen wird.

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