Zweiter Corona – Monat auf Phuket

Eigentlich war Klaus sein 60 Tage Visum Anfang Mai abgelaufen und es hätte verlängert werden müssen, aber die Thailändische Regierung hat alle Visa kostenlos und ohne jegliche Bürokratie bis zum 31. Juli von sich aus verlängert! Sehr gut gemacht! 🙂
Leider hat es die Bevölkerung Phukets zur Zeit nicht leicht. Die Insel lebte ausschließlich vom Tourismus. Seitdem fast keine Ausländer mehr da sind, haben 40.000 Thais (von 400.000) die Insel verlassen um zu ihren Familien zurück zu kehren. Die Regierung verteilt im großen Umfang Lebensmittelpakete an die zurückgebliebene notleidende Bevölkerung.

Wir durften zwar an Land, aber nicht den jeweiligen Unterdistrikt verlassen. Immerhin konnte man einkaufen und die wichtigsten Dinge erledigen. Das ist keinesfalls selbstverständlich: beispielsweise in Indien dürfen die Segler die einzige Marina nicht verlassen und müssen vom Hafenpersonal vor der Bevölkerung geschützt werden und in Indonesien werden die Segler zum Teil von ihrem Ankerplatz vertrieben.

Ein kleines Problem haben die unzähligen Segler in der Karibik. Die Hurrikanzeit kommt immer näher und sie können die sicheren Länder wie z.B. Trinidad Tobago oder Kolumbien nicht anlaufen.
Ein paar ganz Schlaue haben von der Bundesregierung Rettung gefordert (!), weil sie nicht alleine nach Europa segeln wollten.
Eine gutes Angebot kommt vom deutschen Hochseesegelverein Trans Ocean: sie begleitet die Segler auf ihrem Weg über den Nordatlantik per Amateurfunk oder Satellitentelefon. Hier kann man einen persönlichen Coach bekommen und wird über die aktuelle Coronasituation auf dem Laufenden gehalten: Dürfen die Azoren angelaufen werden? Wie wird das Wetter? …

Seit mittlerweile 8 Wochen ankerte die Barbaco mit ca. 10 anderen Segelschiffen vor der geschlossen Beach Bar. Innerhalb von 2 Tagen drehte der mehr oder weniger schwache aber konstante Wind von Nordost auf West. Um weiterhin ruhig zu ankern, verlegten wir die Barbaco in die Nähe von Chalong Pier, wo sie wieder vor den Wellen geschützt ist.
In den zwei Monaten hatte sie sich anscheinend oft immer im gleichen Drehsinn um den Anker gedreht. Die Kette war jedenfalls sehr verdreht und verknotet und zusätzlich, genauso wie der Rumpf, stark bewachsen. Die Badeleiter sah auch nicht besser aus.

Wir ankern jetzt in der Nähe einer Fischfarm. Auch hier lässt sich das Coronadrama erkennen. Wo normalerweise täglich hunderte Touristen ihren Lobster oder frischen Fisch serviert bekommen, liegt heute alles brach.

Mit dem neuen Wind kam auch schlechteres Wetter. Fast täglich gibt es Gewitter und Schauerböen mit zum Teil heftigen Winddrehungen und nicht jeder Skipper hat seinen Anker für die höhere und wechselnde Belastung gut genug eingefahren! 😦

Wer Lust hat, der kann übrigens auf der ersten Seite des Blogs herunter scrollen. Dort gibt es zu jedem Jahr der Reise eine kurze Zusammenfassung und eine Karte über den zurückgelegten Weg. 🙂

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