Zum Goldenen (Opium-) Dreieck

Eine Motorradtour durch Thailands Berge ist, für Motorradneulinge wie uns, durchaus eine Herausforderung. Die Straßen sind zwar im Allgemeinen sehr gut, aber ab und zu gibt es eben doch ein großes Schlagloch auf dem Fahrweg. Deshalb muss der Fahrer immer aufmerksam sein und der Abstand zum voraus fahren Auto muss groß genug sein, um die Gefahr zu sehen und ausweichen zu können.

Sehr spannend sind auch Serpentinen mit Spitzkehren die in abgelegenen Gegenden auch noch zusätzlich vermost und deshalb glatt sind. GRRR!
Zum Glück fahren die allermeisten Thailänder sehr vorsichtig und nehmen Rücksicht auf die anderen Verkehrsteilnehmer.
Niemals würde ein Thailänder über einen anderen Verkehrsteilnehmer schimpfen. Auch nicht über Gegenverkehr auf dem Standstreifen einer Autobahn ähnlichen Fernstraße oder einen Trecker der ohne zu Schauen in den Verkehr einbiegt!!!

Von Chiang Mai aus unternahmen wir eine mehrtägige Tour durch die bergige wunderschöne Natur über Pai nach Mae Hong Son. Die Gegend bietet viele Naturschutzgebiete, abgelegene Schluchten und Heißwasserquellen. Ausser uns beiden gab es nur sehr wenige Touristen und viele Attraktionen waren leider noch geschlossen.

Wir besuchten auch ein Dorf des Kayan Volkes.
Die Menschen flüchteten aus ihrer Heimat im nahe gelegenen Myanmar wegen militärischer Übergriffe und leben jetzt in mehreren Dörfern in Thailand. Da sie wohl nicht legal arbeiten dürfen (?), ist ihre eigene zur Schaustellung ihre Einnahmequelle. 😦
Sie leben vom Eintritt in das Dorf, vom Verkauf der Handarbeiten und den Fotos der Touristen.
Sehr gerne schienen die Langhalsfrauen diese Rolle nicht zu spielen.
Die Hälse der Frauen werden durch die bis zu 9 kg schweren Ringe übrigens nicht länger, sondern ihre Schultern werden durch das immer währende Gewicht nach unten verformt. Die Ringe werden nie abgenommen – bei Ladda wurde allerdings eine Ausnahme gemacht. 😉

Zurück in Chiang Mai übernachteten wir wieder im Baitong Homestay und kamen rechtzeitig, um mit Manfred, unserem Wirt, seinen Geburtstag zu feiern.

Nachdem wir noch das Wat Sri Suphan, das älteste silberne Wat der Welt und das sehr bekannte, auf einem nahe gelegenen Berg gelegene Wat Phra That Doi Suthep, besichtigt hatten, setzten wir unsere Reise fort.

In Chiang Rai wollte ich nach 4000 km den Reifenluftdruck prüfen. Zwar bieten alle Tankstellen eine Druckluftanlage, aber keine hatte eine Druckanzeige!? Anscheinend fahren die thailändischen Fahrzeuge alle mit (irgend?) einem Einheitsdruck herum.
Da ich aber die laut Handbuch erforderlichen 2,0 bzw. 2,8 bar haben wollte, mussten wir den örtlichen Hondaservice aufsuchen.

In Chiang Rai gibt es einen goldenen Uhrenturm der jeden Tag um 1900 Uhr mit einer kleinen Musik- und Lichtershow die Touristen erfreuen soll. Und es gibt natürlich auch unzählige Wats, aber zwei fallen besonders auf: ein wunderschöner blauer Tempel und das strahlend und glänzend weiße Wat Rong Khun.

Mittlerweile sind wir am nördlichsten Punkt unserer Thailandrundreise angekommen: dem Dreiländereck Malaysia, Laos und Thailand.
Über den träge dahin fließenden Mekong hinweg sieht man die zur Zeit ungenutzten laotischen Schiffe am Ufer liegen. Auch das arme Laos leidet unter dem Virus.

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