Im Isan

Je weiter wir uns von den üblichen Tourisenrouten entfernten , um so wichtiger wurde meine persönliche Fremdenführerin. In Ostthailand, dem Isan, gabt es nur einen Ausländer 😉 und niemand sprach Englisch. Ohne Ladda hätte ich nichts bestellen und nicht fachgerecht essen können. 😉

 

Die angebotenen Speisen wurden exotischer, bis hin zu gerösteten Ameiseneieren und Fröschen.
Eine beliebte Knabberei sind auch die großen roten Ameisen:
Man nimmt sie lebend zwischen Daumen und Zeigefinger, zerdrückt sie und beißt den hinteren Körperteil ab. Er schmeckt sauer, in etwa wie Zitrone.

 

Unsere Fahrt durch den Osten Thailands ging weiter. Die Straßen waren im Allgemeinen gut und es gab immer wieder etwas zu besichigen.

 

 

 

 

 

Unterwegs lernten wir den Engländer Alan kennen. Er war in seinem Leben viel beruflich auf Reisen gewesen und lebt jetzt mit seiner Frau in Thailand. Sein Hobby ist seine Modelleisenbahn. Er baut nach alten Fotos die Bahnstrecken und Gebäude seiner englischen Heimat nach.

 

Wir kamen pünktlich zum 100 – tägigen Gedenken an den Tod von Laddas Vater in ihrem Geburtsort an.

Die Vorbereitungen für die Gedenkfeier am folgenden Tag hatten schon begonnen. Die Frauen aus der Nachbarschaft bereiteten diverse Speisen für das Frühstück am kommenden Tag.
Dabei war die Stimmung gut, es wurde viel gelacht und gekostet.

 

Zwischendurch gingen die drei Kinder des Verstorbenen kurz, begleitet von zwei Mönchen, zum Grab ihres Vaters.

 

Der Tod ist für Buddhisten nicht sooo schlimm. Schließlich wird man ja in Kürze wiedergeboren und ein neues Leben beginnt. Das geht solange so weiter, bis man, abhängig davon, ob man ein gutes Leben geführt hat, es irgendwann ins Nirvana schafft. 🙂
Wer sich in seinem Leben allerdings zu sehr von den buddhistischen Werten, wie zum Beispiel Toleranz, Gewaltfreiheit, Ehrlichkeit, …, entfernt hat, kann auch als Tier wieder geboren werden. 😦
Das scheinen sich alle zu Herzen zu nehmen. Beispielsweise ließen wir, wenn wir auf unserer Tour das Motorrad abstellten, immer unsere Helme und Jacken ungesichert auf dem Motorrad liegen. Nie ist etwas abhanden gekommen. 🙂 🙂

Am nächsten Morgen standen alle vor dem Sonnenaufgang auf. Die Speisen wurden zum 200 m entfernten Tempel gebracht und für die Mönche portioniert. Nachdem die Mönche auf dem Podest platzgenommen hatten, gab es eine kurze Andacht. Sollte der Verstorbene doch noch nicht wiedergeboren sein, soll es ihm dabei helfen.

 

Nachdem die Mönche satt waren, aßen wir die überreichlichen Reste der Mahlzeit und
zum Schluß gab es für uns noch eine Privataudienz bei Laddas Cousin.

 

Mittlerweile sind wir zurück auf der Barbaco. Sie hat die sechs Wochen alleine an ihrer Ankerkette gut überstanden.
Leider hatten wir eine Melone an Bord vergessen. Ihr ist die Hitze im verschlossenen Schiff nicht gut bekommen und, wie zu erwarten war, gab es an einigen Holzflächen etwas Schimmel.

 

Leider endet die automatische Visum Verlängerung wegen der Coronakriese Ende des Monats und noch gibt es keine Folgeregelung für die Ausländer, die nicht in andere Länder reisen können, wie zum Beispiel die Segler.

Hoffentlich gibt es dazu nächste Woche eine Lösung. Wenn nicht, muss ich für ein paar Tage irgendwohin fliegen. Malaysia ist jedenfalls noch geschlossen.

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